Mitgliederversammlung nominiert ihn einstimmig als Bürgermeisterkandidaten

Horst Martin tritt für SPD an

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Horst Martin (li.) mit dem Ortsvorsitzenden Dominik Streit.

Weilheim – Im Februar hatte ihn der Vorstand der SPD Weilheim bereits einstimmig vorgeschlagen, jetzt ist Horst Martin auch offiziell Bürgermeisterkandidat der SPD für die Kommunalwahl 2020.

„Die Kommunalpolitik macht mir sehr viel Spaß“, sagte Martin. In den letzten Jahren habe er als Jugendreferent und zweiter Bürgermeister viel Erfahrung in der Stadtratsarbeit, aber auch in der Verwaltung, sammeln können. „Diese Erfahrung will ich zum Wohle der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger in den nächsten Jahren noch stärker einbringen. Und auch wenn ich dieses Jahr noch 60 Jahre alt werde, so fühle ich mich keineswegs zu alt“, betonte er mit einem Augenzwinkern.

Als Schwerpunktthemen seiner politischen Arbeit nannte er vor allem Mobilität, Wachstum und Wohnen. Zum Thema Entlastungsstraße machte Martin seine Meinung deutlich: „Als Kompromiss kommt allenfalls eine Tunnel- oder Unterfahrungslösung in Betracht.“ Gerade die Naherholungsgebiete im Osten und Westen würden Weilheim so liebens- und lebenswert machen, mit einer Umfahrung würden „wir dies leichtfertig aufs Spiel setzen“. Er will sich für eine „Entlastung jetzt“ und nicht erst ab 2035 oder später einsetzen. Erreichen möchte er dies mit einem Prioritätenwechsel: Fußgänger/Radfahrer müssen vorgehen vor Autoverkehr. Zudem schlägt Martin ein Bündel an Maßnahmen vor. Dazu zählen auch Mobilitätsstationen mit Leihlastenrädern und -pedelecs, Carsharing- und Paketstationen in Wohnquartieren, Zusammenarbeit mit Betrieben zur Umsetzung von Mobilitätskonzepten, Optimierung des innerstädtischen ÖPNV und der Ausbau attraktiver Angebote mit umliegenden Gemeinden. Die Verkehrssituation, so Martin, hängt aber mit dem starken Bevölkerungswachstum in Weilheim zusammen. Die Steuereinnahmen steigen nicht im gleichen Maß wie die Ausgaben für Infrastrukturleistungen und die Bereitstellung von KiTa-Plätzen. Die Kosten für Pflichtaufgaben ließen kaum Spielraum für freiwillige Leistungen. Um Weilheim zu erholen bräuchte es ein Wachstum unter einem Prozent, was einem maximalen Zuwachs von 220 Neubürgern pro Jahr entspricht, so Martin. Das würde bedeuten, keine weiteren Wohngebiete auszuweisen und sich mehr auf die Nachverdichtung zu konzentrieren. Um weiteren bezahlbaren Wohnraum vor allem für Weilheimer zu schaffen will Martin mit dem Bauherrenmodell neue Wege gehen, aber auch Altbekanntes, wie genossenschaftliches Bauen und den Bau von Betriebswohnungen, fördern.

Von Kreisbote

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