Mit 550 000 Euro an Spenden, Zuschüssen und Eigenmitteln Umbau finanziert

Hospiz in Polling ist jetzt gut aufgestellt

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Vereinsvorsitzende Renate Dodell (5.v.re.), ihr Stellvertreter Elmar Schneiderling (li.), Hospizleiter Karlheinz Gaisbauer (re.) und Barbara Rosengart vom Pflegeteam (3.v.re.) führten die Gäste durch das sanierte Hospiz.

Polling – Der neue „Raum der Stille“ im Pollinger Hospiz ist als Rückzugsort für Angehörige gedacht. „Hier können sie ausruhen, meditieren, Kraft tanken“, erklärte Renate Dodell, als sie Vorstand und Kuratorium der Paula-Kubitschek-Vogel-Stiftung durch die frisch renovierten Räume führte. Die Besucher waren beeindruckt von der Sanierung, die in sechs Monaten bei laufendem Betrieb mit heimischen Handwerkern bewerkstelligt wurde.

550000 Euro sind in die sensible Baustelle in den denkmalgeschützten Klosterräumen geflossen. „90 000 Euro kamen von Ihrer Stiftung, das hat uns Mut gemacht, starten zu können!“ Dodell sprach den finanziellen Kraftakt an, den der Hospizverein im Pfaffenwinkel mit dem Umbau zu stemmen hatte. 

„Wir haben solide gewirtschaftet“, betonte die Vereinsvorsitzende, so dass die Herberge für schwerst kranke Menschen für die nächsten Jahre gut gerüstet sei. Auch beim Landkreis, seinen Gemeinden, dem Tölzer Nachbarlandkreis, weiteren Stiftungen und vielen privaten Spendern habe der Verein, der selbst 200 000 Euro angespart hat, offene Türen eingerannt. 

 In die acht lichtdurchfluteten Zimmer dürfen persönliche Erinnerungsstücke mitgebracht werden. Neben einer wohnlichen Küche gibt es jetzt ein zweites behindertengerechtes Bad, einen neuen Hauswirtschaftsraum, sogar an ein kleines Raucherzimmer wurde gedacht. Farbstreifen setzen Akzente und tragen zu einer Atmosphäre bei, die das Loslassen erleichtern soll. „Unsere Gäste verlieren bei mildem Licht und leiser Musik ihre Angst vor der Nacht“, weiß Hospizleiter Karlheinz Gaisbauer. 

 Das überkonfessionelle Hospiz im Pollinger Kloster beherbergt im Jahr zirka 130 Gäste aus Weilheim-Schongau und angrenzenden Landkreisen in ihren letzten Lebenstagen. Die Kosten werden von Kranken-, Pflegekassen und Hospizverein getragen. Laut Dodell warten bereits weitere Aufgaben auf den Verein: „Nächstes Jahr braucht das Treppenhaus frische Farbe, und im Garten möchten wir einen kleinen Pavillon gestalten.“

Maria Hofstetter

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