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Inbetriebnahme einer Musterproduktionsstraße in neuer Halle am Leprosenweg in der heißen Phase

Weilheim wird Huawei-Standort

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Auf dem eingezäunten Gelände gehen die ersten 50 Mitarbeiter ihrer Beschäftigung nach. „Wir konzentrieren uns auf die Fertigstellung des Campus und die Inbetriebnahme“, heißt es aus dem Berliner Hauptstadtbüro von Huawei.

Weilheim – Auf der neuen Fabrikhalle am Leprosenweg prangt groß das Firmenlogo des chinesischen Telekom-Riesen Huawei. Ist das angekündigte „Manufactoring Technology Center“ auf dem streng bewachten Areal bereits in Betrieb? Wird weiteres Personal gesucht? Was wird hier eigentlich geforscht und entwickelt?

Fragen über Fragen ranken sich um den Weilheimer Standort des Telekommunikationsausrüsters, der weltweit zu den führenden Anbietern für ITK-Lösungen (Informations- und Kommunikationstechnik) zählt. Bei einer Telefonpressekonferenz im November 2017 hatte Torsten Küpper, Mitglied der Geschäftsleitung von „Huawei Technologies Deutschland“, angekündigt, dass auf dem von Zarges gekauften Gelände eine Musterproduktionsstraße aufgebaut werden soll.

Was hat sich seither getan? Die ursprüngliche Planung von Huawei sah vor, in der zweiten Jahreshälfte 2018 den Betrieb in Weilheim aufzunehmen. Dort sollen Komponenten getestet werden, bevor ihre Freigabe für die Massenproduktion erfolgt. Der Kreisbote wollte wissen, ob der Zeitplan für das Bauvorhaben eingehalten werden konnte. Mit konkreten Informationen hält sich der Konzern weiterhin bedeckt. 

Fragen der Kreisboten-Redaktion zum Campus Weilheim hat Social Media Manager Matthias Schuchard vom Hauptstadtbüro der „Huawei Technologies Deutschland GmbH“ wie folgt beantwortet.

Wann wurde in der Halle am Leprosenweg in Weilheim der Betrieb aufgenommen?

Huawei: „Der Betrieb wird im ersten Halbjahr 2019 aufgenommen.“

Wie viele Mitarbeiter sind dort aktuell beschäftigt und wie viele sollen es in der Endausbaustufe werden?

Huawei: „Derzeit beschäftigt der Campus Weilheim rund 50 Mitarbeiter. Weitere Mitarbeiter werden entsprechend unserer Geschäftsentwicklung eingestellt werden.“

Konnten die Fachkräfte auch vor Ort rekrutiert werden oder sind sie von auswärts zugezogen?

Huawei: „Die Mehrheit der Mitarbeiter kommt aus Deutschland und Europa.“

Bieten Sie auch Ausbildungsplätze in Weilheim an und wenn ja, für welche Berufe?

Huawei: „Derzeit konzentrieren wir uns auf die Vorbereitung der Inbetriebnahme. Die Schaffung von Ausbildungsplätzen werden wir in Zukunft in Erwägung ziehen.“

Werden in naher Zukunft weitere Arbeitskräfte benötigt, wenn ja, mit welcher Qualifikation?

Huawei: „Wir werden Ingenieure, Techniker und zu einem späteren Zeitpunkt auch technisches Betriebspersonal einstellen.“

Arbeiten Sie am Standort Weilheim auch mit heimischen Unternehmen zusammen?

Huawei: „Wir sind an einer Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen interessiert. Beim Bau des Campus wurden bereits lokale Unternehmen eingebunden.“

Bei der Telefonpressekonferenz am 29. November 2017 äußerte Torsten Küpper, Vice President Huawei Deutschland, dass am Standort Weilheim kleinere Serien von Produkten für den 5G-Ausbau produziert werden sollen. Hat die aktuelle Diskussion in Deutschland und in der EU über einen möglichen Ausschluss von Huawei aus dieser Technologie Auswirkungen auf die weitere Entwicklung in Weilheim?

Huawei: „Unsere Investitionen in Deutschland sind langfristig angelegt.“

Was wird dort entwickelt und /oder hergestellt?

Huawei: „Wir kooperieren mit unseren Lieferanten und Partnern in Deutschland und Europa in den Bereichen Forschung und Entwicklung von Produktions-Prozesstechnologien, Entwicklung und Test von Komponenten und IKT-Produkten und bei Tests und Versuchen an Komponenten, die in unseren Produkten verwendet werden, bevor sie für die Massenproduktion an unsere Partner weitergeleitet werden.“

Wie sind die bisherigen Erfahrungen in Weilheim?

Huawei: „Weilheim bietet sehr gute Voraussetzungen für unsere Geschäftstätigkeit. Unsere Kollegen erhalten große Unterstützung aus dem lokalen Umfeld.“

Ist an dem neuen Campus in Weilheim auch ein Tag der offenen Tür für interessierte Bürger geplant?

Huawei: „Wir konzentrieren uns derzeit auf die Fertigstellung des Campus und die Inbetriebnahme.“

Auf die bisherigen Erfahrungen in der Stadt mit den Verantwortlichen des chinesischen Huawei-Konzerns geht Bürgermeister Markus Loth im Interview mit dem Kreisboten ein:

Hatten Sie denn schon Gelegenheit, das Huawei-Werk zu besichtigen?

Loth: „Nein, die neue Huawei-Dependance am Leprosenweg habe ich noch nicht besichtigt. Dies wird sich aber in nächster Zeit sicherlich noch ergeben.“

Wie verlief der bisherige Kontakt mit der Geschäfts- beziehungsweise Betriebsleitung in Weilheim?

Loth: „Bereits vor einiger Zeit empfingen wir im Rathaus eine hochrangige, international besetzte Delegation von Huawei, mit der wir grundlegende Standortfragen erörterten. Seitdem gibt es einen regelmäßigen Informationsaustausch zwischen den Huawei-Verantwortlichen in Weilheim mit den zuständigen Abteilungen in unserer Stadtverwaltung.“

Die städtische Wirtschaftsförderung lädt mehrmals im Jahr zu einem Unternehmerfrühstück mit Besichtigung eines Betriebes ein. Können Sie sich vorstellen, dass dafür auch Huawei gewonnen werden kann?

Loth: „Ja, das wäre natürlich interessant. Unsere Abteilung Standortförderung wird zu gegebener Zeit sicherlich mit dieser Idee an Huawei Weilheim herantreten. Mit dem Ausrichten des Unternehmerfrühstücks bekommt der jeweilige Betrieb immer eine gute Möglichkeit, sich positiv in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Und weiterhin profitieren der ausrichtende Betrieb und die Gäste vom Teilhaben an einem effektiven öffentlich-privaten Netzwerk.“

Hat Huawei bei der Wohnungssuche für die Mitarbeiter die Stadt um Unterstützung gebeten?

Loth: „Ja, diese Anfrage gab es tatsächlich. Im Rahmen der Möglichkeiten einer Kommune konnten wir hier allerdings nur begrenzt Hilfe leisten.“

Gibt es am Standort Weilheim die Möglichkeit, den Campus bei Bedarf auszubauen?

Loth: „Nach meinem Kenntnisstand ist das erworbene Gewerbegrundstück der Firma Zarges groß genug, um Gebäudeerweiterungen in gewissem Umfang vornehmen zu können.“

Von Maria Hofstetter

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