Jos Huber für herausragendes künstlerisches Schaffen mit Georg-Petel-Preis geehrt

"Hallo Herr Huber"

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Preisträger Jos Huber mit seiner Frau, Bürgermeister Markus Loth, Kulturreferentin Ragnhild Thieler und Robert-Christian Mayer von der Sparkasse Weilheim.

Weilheim – „Ich wünsche und hoffe, dass ich mit kleinen Facetten einen Beitrag zum Glanz unserer Stadt geleistet habe“, so beendete der Georg-Petel-Preisträger 2015, der Weilheimer Künstler Jos Huber, seine Rede. Seinen Worten folgte tosender Applaus und keiner der gut 80 Besucher im ersten Stockwerk des Stadtmuseums konnte mehr sitzen bleiben.

Seine bemerkenswerten Werke, die Liebe zur Kunst und zur Stadt Weilheim verdienten Standing Ovations. Dieser Tag sei der Höhepunkt seiner künstlerischen Karriere, erklärte der 80-Jährige. Mit solch einer Ehrung hätte er niemals gerechnet, und er ist mehr als dankbar, dass die Stiftung sich für ihn entschieden hat. Das zeigt er auch, indem er das Preisgeld in Höhe von 1 000 Euro dem Museum für die Renovierung spendet.

Die Georg-Petel-Stiftung, gegründet von den Vereinigten Sparkassen und der Stadt Weilheim, hatte 2011 zum ersten Mal den Preis für Kleinplastik vergeben. Die Jury beschloss, den Preis in unregelmäßigen Abständen zu verleihen und sich nicht nur auf den Bereich der Kleinplastiken zu beschränken. Der Preis soll herausragende Leistungen im Bereich der bildenden Kunst in der Stadt Weilheim sowie Projekte, die sich mit dem Leben und den Werken von Georg Petel auseinandersetzen, prämieren.

Auf Jos Huber treffen, wie Bürgermeister Markus Loth sagte, gleich mehrere dieser Punkte zu. „Seit über 20 Jahren ist der Maler und Grafiker Jos Huber eine feste Größe im Weilheimer Kulturleben. Seine Arbeiten fordern und erfreuen den Betrachter dabei auf den unterschiedlichsten Ebenen. Die meisterliche Beherrschung der malerischen und zeichnerischen Techniken, die dadurch mögliche genaue Wiedergabe von Gegenständen, Landschaften und Personen und der häufige Bruch dieses Realismus durch die surrealistischen und humorvollen Einfälle des Künstlers schufen Werke, in denen Stillleben, Portraits, architektonische Ansichten, zeit- und gesellschaftskritische Szenen und die Liebe zur Kunst und ihrer Geschichte Hand in Hand gehen“, sagte Loth.

Der Vorstand und Beirat der Stiftung betonte aber auch Hubers Engagement für das Weilheimer Kulturleben und seinen Einsatz für das „Wachhalten der Erinnerung an die großen Weilheimer Künstler“. „Hallo Herr Huber, es ist mir eine große Freude, Ihnen im Namen der Stiftung den Georg-Petel-Preis verleihen zu dürfen.“ Mit diesen Worten nahm der Geehrte den Preis entgegen. Er nahm die Verleihung zum Anlass und malte eine Hommage an Georg Petel. Sein neuestes Kunstwerk heißt „Hallo Georg“. Mehrere Werke von Petel sind auf diesem Bild ineinander verschmolzen.

Huber ist, wie er sagte, ein „absichtlicher Weilheimer. Ein Zuagroaster eben.“ Er erfüllte sich in der Kreisstadt seinen Traum. Er baute ein Haus und hat hier seine Wahlheimat gefunden. Als das Künstlerforum von Wolf Schindler im 2000 gegründet wurde, machte Huber viele interessante Bekanntschaften. „Er hat die zeitgenössische Kunst in Weilheim wieder wachgeküsst“, zeigte sich Huber dankbar.

Diese zeitgenössische Kunst des Wahlweilheimers kann Bürgermeister Loth jeden Morgen in seinem Büro bewundern. Denn er bekam ein Bild aus dem Jahre 2009 mit dem Titel „Weilheim mit Durchblick VI“ zum Gründungsjubiläum der Stadt vom Preisträger geschenkt.

Zu sehen ist darauf ein Fenster aus Pappkarton, darin sind der Turm der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, ein prächtiger Regenbogen und auf der Fensterbank eine Ausgabe der Lokalzeitung, eine alte Urkunde und eine kleine Statue aus Elfenbein vom Weilheimer Bildhauer Georg Petel aus dem Jahr 1624 enthalten.

Ein sicherlich schöner Beitrag zum Glanz der Stadt Weilheim. Bleibt nur zu hoffen, dass noch weitere Glanzstücke aus der Hand von Jos Huber folgen werden.

von Alma Jazbec

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