Nächstes Ziel Bezirksentscheid

"Unser Dorf hat Zukunft" : Huglfing ist einen Schritt weiter

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Üppige Blumenpracht schmückt das Huglfinger Rathaus aus Tuffstein. Heike Grosser (li. neben der Tür in grüner Jacke) versprach: „Auch im Kreisentscheid wird es eine Feier geben.“

Huglfing – „Die Seele von Huglfing spüren“ sollte die Bewertungskommission auf ihrem dreistündigen Rundgang durch das Dorf: Diesen Wunsch äußerte Bürgermeister Bernhard Kamhuber, als er am Donnerstag vor dem Rathaus bei blitzblauem Himmel die Teilnehmer begrüßte.

Huglfing hatte sich in dem Bundeswettbewerb bereits 2008 auf Kreisebene der Jury gestellt und musste damals Iffeldorf den Sieg überlassen. Bei dem staatlichen Dorfwettbewerb, der heuer in die 27. Runde startet, soll das „Wir-Gefühl“ gestärkt und Aufbruchstimmung vermittelt werden. Es geht dabei nicht um die Suche nach dem schönsten Dorf. Entscheidend ist vor allem die Motivation aller Bewohner, sich tatkräftig in ihr Dorfgeschehen einzubringen. Gewinner sind letztendlich alle Teilnehmer, das stellte auch Bürgermeister Kamhuber in seiner Begrüßung fest. In Anspielung darauf, dass die Anmeldungen für den Wettbewerb spärlich geworden sind, habe sich Huglfing „höchst freiwillig“ zu der Teilnahme entschieden.

„Mit positivem Blick herangehen an den eigenen Ort“, das ist es, worauf es laut Heike Grosser, unter deren Regie der Kreiswettbewerb durchgeführt wird, ankommt. Die Kreisfachberaterin und Geschäftsführerin des Kreisverbandes für Gartenkultur und Landespflege stellte die sechsköpfige Kommission vor, zu der der Böbinger Bürgermeister und Vertreter von Gartenkultur-Kreisverband, AELF Weilheim, Unterer Naturschutzbehörde, der Kreisbaumeister und eine Studentin gehörten. Die Huglfinger hatten für die Jury Mappen vorbereitet, in denen auf sämtliche Aktivitäten in dem 2800 Einwohner-Ort eingegangen wird, die für die Bewertung im Wettbewerb wichtig sind: Wirtschaftliche Initiativen und Konzepte (z.B. Interkommunales Entwicklungskonzept IKEK gemeinsam mit den Nachbargemeinden Eglfing und Oberhausen) ebenso wie infrastrukturelle Maßnahmen (z.B. Investitionen in die Wasserversorgung), die bauliche Entwicklung (z.B. Neubaugebiet Sieglbrunn), Grüngestaltung sowie das soziale und kulturelle Leben mit Vereinen und Arbeitskreisen (z.B. Grund- und Mittelschul-Zweckverband). Für jeden der fünf Bewertungsbereiche gab es maximal 20 Punkte, wie Grosser ausführte.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß war bei dem Rundgang erstmals dabei. „Dieser Wettbewerb zielt vor allem auf das bürgerschaftliche Engagement ab. Es geht darum, wie intakt ein Dorf ist und was die Bürger gemeinsam schaffen. Das Wichtigste eines Dorfes ist die Seele und das sind die Ehrenamtlichen“, lauteten ihre Begrüßungsworte.

Die Besichtigungstour begann beim neuen Friedhof, dessen Außenbereich noch gestaltet wird. Der Rundgang führte unter anderem zum generalsanierten Pfarrstadel, zum neu errichteten Feuerwehrhaus und zum Bahnhofsgebäude, das die Gemeinde gekauft hat und renoviert. Im Anschluss machte sich die Kommission auf den Weg nach Schönberg.

Von Maria Hofstetter

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