Kreisboten-Serie: 100 Tage im Amt

Huglfings Bürgermeister Markus Huber ist ein respektvoller Umgang miteinander wichtig

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Huglfings Bürgermeister Markus Huber.

Huglfing – Inzwischen ist es gut 100 Tage her, dass Markus Huber (SPD/Unabhängige) in Huglfing das Bürgermeisteramt übernommen hat. Seine Eindrücke und Erfahrungen schildert er im Interview mit dem Weilheimer Kreisboten.

Wie hat sich Corona auf Ihre ersten 100 Tage im Bürgermeisteramt ausgewirkt?

Huber: „Die ersten Monate waren geprägt von ständigen Änderungen, welche durch die Infektionsschutzverordnungen und vom Ministerium vorgegeben wurden und dann gerade in Bezug auf Schule und Kita umgesetzt werden mussten. Die Informationsweise und die Informationsreihenfolge zwischen Ministerium, LRA und den Gemeinden war meines Erachtens nicht immer zufriedenstellend.“

Welche der von Ihnen im Wahlkampf als vorrangig herausgestellten Projekte haben Sie bereits in Angriff genommen?

Huber: „Mein Ziel in den ersten 100 Tagen war ein schnelles Einarbeiten, Ankommen im Bürgermeisteramt und eine gute Zusammenarbeit mit unserer Verwaltung. Ich denke, dies ist mir gelungen.“

Decken sich Ihre Erwartungen an das Bürgermeisteramt mit den bisher gewonnenen Erfahrungen?

Huber: „Die Erwartungen an das ehrenvolle Amt wurden bisher positiv bestätigt, das Facettenreichtum und die ungeheure Bandbreite haben mich dann doch überrascht.“

Welche Themen stehen beim Blick in die nahe Zukunft ganz oben auf Ihrer To-do-Liste?

Huber: „Ein Zukunftskonzept für unser wertvolles Dorf gemeinsam mit dem Gemeinderat zu erarbeiten: Wo will sich Huglfing hinentwickeln, auch im Bereich Infrastruktur Kita, Schule und so weiter. Und dann natürlich die Rathaussanierung auch in Bezug auf Barrierefreiheit, Sportplatzerweiterung, Gestaltung des Bahnhofumfeldes …“

Viele Kommunen befürchten in Zukunft deutlich geringere Steuereinnahmen. Trifft das auch auf Ihre Gemeinde zu? Wenn ja, welche Konsequenzen werden Sie daraus ziehen?

Huber: „Im Bereich Einkommenssteuer ist mit einem Rückgang von circa zehn bis 15 Prozent zu rechnen, die Gewerbesteuer ist noch relativ stabil. Aber auch hier ist auf Dauer mit Einbußen zu rechnen.

Man muss den Haushalt in Zukunft im Auge behalten und dann zum Beispiel die Durchführung der Bahnhofsanierung verschieben oder in kleineren Bauabschnitten umsetzen.“

Unterscheidet sich Ihr Führungsstil von dem Ihres Vorgängers und…

Huber: „Das sollen die Huglfinger Bürger bewerten. Ich habe die Art und Weise meines Vorgängers sehr geschätzt und denke, dass man auch mit mir gut auskommen kann. Auch wenn ich es nicht jedem Bürger recht machen kann …“

…was möchten Sie ihrer Bürgerschaft besonders ans Herz legen?

Huber: „Respektvoller Umgang miteinander, gegenseitige Wertschätzung und ein vernünftiger Kommunikationsstil! Was uns von manchen Staatsoberhäuptern oder radikalen Parteien vorgelebt wird, sollte nicht unser Maßstab sein!“
Von Maria Hofstetter
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