Halsbänder im Visier

Hundezählung in Murnau

Marke fürs Hundehalsband
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Wer seinen Hund in der Marktgemeinde Murnau anmeldet, erhält ein Markerl fürs Halsband.
  • VonAntonia Reindl
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Murnau – Es ist nur ein kleiner Posten im Budgetplan, den der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Haushaltsberatungssitzung durchgeht: die Hundezählung. Dennoch fällt dieser ins Auge, zumindest Veronika Jones (Grüne), die sich fragt, wie man die Vierbeiner in der Marktgemeinde denn zählen kann. Kämmerer Josef Brückner erläutert – und macht dabei klar, dass es bei der Bestandsaufnahme nicht allein darum gehe, „Schwarzhunde“ aufzuspüren.

Es wird an Türen geklingelt und nach der Anzahl der Hunde im Haus gefragt. Augen dürften dann einen genauen Blick auf die Ösen von Halsbändern werfen, ob denn tatsächlich ein dunkelgrünes Markerl der Gemeinde daran baumelt. Bei einer gemeindlichen Hundezählung wird eruiert, wie viele Vierbeiner im Markt Murnau leben. Und mehr noch, man bringt in Erfahrung, welche Hunde angemeldet sind – und welche nicht.

Doch „Schwarzhunde“ auszumachen sei nicht der einzige Anlass für die Bestandsaufnahme, wie Kämmerer Brückner in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung erklärt. Obgleich die Gemeinde mit jedem entdeckten „Schwarzhund“ ihre Steuereinnahmen mehren kann. Oftmals gehe es auch darum, herauszufinden, welche Hunde nicht abgemeldet seien.

Denn nicht selten zahlen ehemalige Halter weiterhin Hundesteuer, obwohl es das Tier „gar nicht mehr gibt“, so der Kämmerer. Das Versäumnis habe oftmals einen „traurigen Hintergrund“. Etwa, wenn für die Betroffenen Behördengängen nicht leicht zu bewältigen seien. Dass diese Fälle keine Seltenheit sind, macht Brückner den Marktgemeinderäten klar, als er auf die letzte Zählung verweist, bei der man in das Melderegister „mehr Hunde raus- als reinbekommen“ habe.

Auf Nachfrage heißt es aus dem Rathaus, dass das Ziel der Zählung, die in regelmäßigen Abständen gemacht werde, schlichtweg die Bestandsaufnahme der Hunde sei. „Von der Gemeinde beauftragte Personen gehen von Haus zu Haus“, erläutert Rathaussprecherin Annika Röttinger. Diese prüfen, ob Hunde in einem Haushalt gehalten werden und wie viele. Mit der Bestandsaufnahme werde das Verzeichnis über steuerpflichtige Hunde dann auf den neusten Stand gebracht.

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