Hungerbachfest’l von 10. bis 13 Juli in Oberhausen

Bayerische Kultur statt Bier-Party

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Franz Strobl organisiert das Hungerbachfest’l am Ortseingang von Oberhausen gemeinsam mit vielen Helfern. Der Festplatz ist am Ortseingang von der B472 kommend.

Oberhausen – Viele Bands und Kabarettisten aus der Region und von auswärts hat die Stroblbühne schon nach Oberhausen gelockt. Auch äußerst prominente Gäste waren dabei. Doch Franz Strobl will mehr: Beim Hungerbachfest’l nächste Woche bietet er vier Tage voll Kultur und Gaudi.

„Die Idee war ein mehrtägiges Kulturfest“, sagt der Gastwirt. Zusammen mit Daniel Häusler nahm diese Idee dann auch schnell Form an. Keine Party sollte es werden, sondern eine Veranstaltung für Alt und Jung „mit bayerischem Einschlag“.

Aus der Stroblbühne heraus sollten sich außerdem alle Auftritte ableiten. Die Bandauswahl war daher bald geklärt. „Wir wollten Künstler, die man bereits von uns kennt“, erklärt Strobl die Entscheidung für die ausgewählten Gruppen. 

Am Donnerstag eröffnet Wolfgang Krebs mit den Bayerischen Löwen, bevor es am Freitag mit Django 3000 „wuid“ wird. „Django sind quasi bei uns mit groß geworden“, erinnert sich Strobl gerne an die letzten vier Auftritte der selbst ernannten „Bayerischen Zigeuner“. Beim ersten Konzert in Oberhausen waren 100 Leute da, beim letzten Mal musste Strobl ins Murnauer Kulturzentrum ausweichen, da etwa 600 Fans kamen. 

Aber auch Donikkl, der mit seiner Band am Sonntag auftritt, ist längst kein Geheimtipp mehr. „Donikkl ist mehr als nur das Fliegerlied“, lobt Strobl die musikalische Qualität. Auch die Anweisungen für das Bühnenequipment seien ähnlich anspruchsvoll wie die von bekannten Rockbands. „Es muss alles perfekt sein.“

Wer es ein bisschen traditioneller mag, ist am Samstag bei der Blaskapelle „Echt Böhmisch“ und dem italienischen Bergsteigerchor „Coro Azzuro di strada“ gut aufgehoben. 

Aber auch das Rahmenprogramm zu den musikalischen Höhepunkten stimmt: Ob das Bulldogtreffen am Samstag, oder das Entenrennen, dessen Erlös an die Kinderkrippe geht, am Sonntag – Unterhaltung wird für die ganze Familie geboten. 

Kulinarische Schmankerl hat sich das Team um Franz Strobl ebenfalls ausgedacht. Es gibt eine kleine Auswahl von Gerichten aus der Wirtschaft, aber auch den eigens für das Fest kreierten „Hungerbachburger“, der mit Krautsalat in einem Vinschgerl überrascht. Maßkrüge gibt es keine, denn Strobl möchte nicht, dass es eine Bier-Party wird. Die Entscheidung zu Halbekrügen ist daher ganz bewusst gefallen.

„Am Sonntag wird dann gemeinsam rausgefeiert. Hoffentlich mit Deutschland im Finale“, verspricht Strobl, auch das Finale der Fußball-WM beim Fest zu zeigen – egal welche Mannschaft kickt. 

Parkplätze gibt es beim Stroblwirt, hinter dem Festgelände und am Bahnhof in Huglfing. Der ist zu Fuß übrigens nur wenige Minuten vom Fest entfernt. Die Anreise mit dem Zug ist also kein Problem. 

Ein bisserl nervös ist Strobl schon. Dennoch glaubt er, dass alles gut hinhaut. Sein Dank gilt besonders den Vereinen, der Gemeinde und allen anderen, die ihn und sein Organisationsteam unterstützen. Sein Fazit vor der Veranstaltung:„I gfrei mi auf ois!“

Das Programm: 

Donnerstag, 10. Juli, 20 Uhr: Wolfgang Krebs und die Bayerischen Löwen

Freitag, 11. Juli, 20 Uhr: „Django 3000“

Samstag, 12. Juli: Bulldogtreffen, Musikalische Umrahmung mit „San Zwoa“; 20 Uhr: „Echt Böhmisch“ und Bergsteigerchor „Corro Azzurro di strada“

Sonntag, 13. Juli: Entenrennen der Kinderkrippe, Start bei jedem Wetter am Hungerbach um 11 Uhr, Preisverleihung um 11.30 Uhr im Festzelt; Hüpfburg und Pony-Reiten bei schönem Wetter; 14 Uhr: Familien-Konzert mit „Donikkl“; ab 18 Uhr: Festausklang mit „Zwoaralloa“, 21 Uhr: Finale Fußball-Weltmeisterschaft;

Tickets für die Konzerte gibt es beim Kreisboten im Medienhaus, Münchener Straße 1, in Weilheim, Tel. 0881/18967 und direkt im Gasthaus Strobl.

 Von Ursula Gnadl

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