ISEK-Konzept bindet die Bürger ein: Im Stadtrat Resultate der Planungswerkstatt vorgestellt

300 Ideen für Weilheims Zukunft

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Blick vom Gögerl auf die Stadt: Wenn es um Weilheims Zukunft geht, sind auch die Ideen seiner Bürgerinnen und Bürger gefragt.

Weilheim – „Werben Sie mit den Pfunden, die Sie in Weilheim haben!“ Dieser Satz war oft zu hören, als Claus Sperr und Jochen Baur von den Büros „SEP“, München, und „PLANWERK“ aus Nürnberg die Ergebnisse der ersten Bürgerbefragung für das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) im Stadtrat präsentierten.

Die Stadt hatte die Planer mit der Erstellung des ISEK beauftragt, um für die Gestaltung von Busbahnhof, Bahnhofsumfeld und weitere Vorhaben Zuschüsse aus der Städtebauförderung zu erhalten. Gemeinsam mit den Bürgern gilt es nun eine Richtung finden, wie sich Weilheim in zehn bis 15 Jahren entwickeln soll. 

Im April hatten 40 Weil­heimerinnen und Weilheimer in einer Planungswerkstatt 300 Vorschläge erarbeitet. „Die Beteiligten waren sehr engagiert bei der Sache“, lobte Sperr. In 20 Jahren werden in der Stadt ein Drittel mehr Senioren leben. Weilheims Bürger, die im Alter möglichst lang daheim wohnen möchten, wünschen sich alternative Wohnformen und mehr Angebote im Gesundheitsbereich. Sie schätzen die kleinteilige Innenstadt und das Einkaufserlebnis. „Regionale Wirtschaftskreisläufe sollen gestärkt und neue Gewerbeflächen angeboten werden, damit Weilheim nicht zur Schlaf- stadt wird“, griff Planer Sperr Gedanken der Bürger auf, denen an einer maßvollen Verdichtung in ihrer Stadt gelegen ist. 20 Hektar Fläche werden nötig sein, um den Bedarf an Wohnraum zu decken. Wichtig ist den Bürgern auch, die Innenstadt vom Verkehr zu entlasten und sie fuß- und fahrradfreundlicher zu machen. 

„Gelungene Arbeit“, lobt Alfred Honisch (Grüne) und sein BfW-Kollege Dr. Claus Reindl fand: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“ Für CSU-Stadträtin Uta Orawetz bergen einige Visionen der Bürger aber auch „Sprengstoff“, wie der Wunsch nach einer erweiterten Fußgängerzone. Wie geht es weiter? „SEP“ und „PLANWERK“ werden aus den gewonnenen Daten einen Entwurf erstellen und ihn im Januar 2014 dem Stadtrat zur Abstimmung vorlegen.

Maria Hofstetter

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