Iffeldorf misst sich bei "Unser Dorf hat Zukunft" auf der Bezirksebene

Reichlich besucht war das herbstlich dekorierte Trachtenheim in Huglfing, als vergangenen Samstag die Abschlussfeier des 23. Bundeswettbe- werbs „Unser Dorf hat Zukunft, Unser Dorf soll schöner werden“ auf Landkreisebene stattfand. Gegen seine Mitstreiter Burggen, Forst und Huglfing hatte sich Iffeldorf glanzvoll durchgesetzt und die Goldmedaille geholt.

Die Wettbewerbssieger haben die erste Hürde überstanden und bereiten sich voller Eifer und mit neuer Energie auf die zweite Etappe, den Wettbewerb auf Bezirksebene, vor. Insgesamt gibt es drei Entscheide. Gesamtsieger wird jenes Dorf, das beim bundesweiten Wettstreit die Nase vorn hat. Wie wichtig der Zusammenhalt aller in einer Gemeinde ist, betonte Matthias Hett, Fachreferent für Natur und Landespflege, Jurymitglied und Stellvertreter von Organisatorin Heike Grosser, nicht nur einmal. „Die Qualität und die Schönheit eines Dorfes steht und fällt mit der Dorfgemeinschaft“, erklärte Hett. Für die Jury, die aus sieben Mitgliedern bestanden hatte, war es nicht einfach, die verschiedenen Orte miteinander zu vergleichen, da jedes Dorf seinen ganz eigenen Charakter und Charme hat. Als die Jurymitglieder jedoch mit allen Sinnen und vor allem mit offenen Augen die Dörfer „inspiziert“ hatten, fiel die Entscheidung zugunsten des Universitätsdorfes Iffeldorf. Der Ort an den Osterseen punktete vor allem mit seinem Naturschutzgebiet, dem guten Zusammenhalt aller Einrichtungen, seiner gesunden wirtschaftlichen Struktur und der Umnutzung historischer Gebäude. Als Beispiel wurde das Limnologische Institut angeführt. Für Burggen und Huglfing, die sich jeweils eine Silbermedaille sicherten, sprachen das Bewahren von Arbeits- und Lebenstraditionen und das Nutzen von Synergieeffekten. Zusätzlich zur Bronzemedaille erhielt Forst einen Sonderpreis für den Erhalt der gesellschaftlichen Dorfstruktur. Kriterien der Jury waren vor allem die Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Situation in den Ortschaften, das soziale und kulturelle Leben, die Baugestaltung und -entwicklung, die Grüngestaltung sowie das Dorf in der Landschaft. Aufschlussreiches gab es außerdem für die Herren im Saal des Trachtenheimes, als Gerda Walser vom Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege Weilheim-Schongau das Ergebnis einer malaysischen Studie bekannt gab: „Neben den vielen wunderbaren Eigenschaften der Walnuss, dem ‘Baum des Jahres 2008’, soll diese Nuss auch der Fruchtbarkeit dienen und wird als Ersatz von Viagra gehandelt!“ Großes Gelächter im Saal, als plötzlich alle Herren beherzt zur Walnuss griffen, die eigentlich als Tischdeko diente.

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