IHK-Forum Oberland: Siedlungs- und Verkehrsinfrastruktur im Fokus

Quo vadis Mobilität?

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V. li. Klaus Bauer, Vorsitzender IHK-Regionalausschuss Weilheim-Schongau, Landrat Anton Speer aus Garmisch Partenkirchen (FW), Josef Niedermaier, Peter Lingg, Vorsitzender IHK-Regionalausschuss Garmisch-Partenkirchen, Landrätin Andrea Jochner-Weiß aus Weilheim-Schongau (CSU) und Reinhold Krämmel.

Benediktbeuern/Weilheim – Die Attraktivität des Oberlandes als Wohn- und Gewerbestandort wächst ungebrochen, wie die IHK für München und Oberbayern mitteilt.

Das daraus resultierende Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum, verbunden mit dem hohen Freizeitwert dieser Region, wird deshalb auch künftig zu mehr Verkehr auf den Straßen führen. „Die Entwicklung der Siedlungs- und Verkehrsinfrastruktur ist deshalb ein Thema, das der Wirtschaft unter den Nägeln brennt“, betonte Reinhold Krämmel, der Sprecher des IHK-Forums Oberland, bei der Eröffnung des jüngsten Treffens für die Mitglieder der vier IHK-Regionalausschüsse Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Weilheim-Schongau.

Im Mittelpunkt stand die Fortschreibung des Regionalplans für das Oberland. Josef Niedermaier, Tölzer Landrat (FW) und Vorsitzender des Planungsverbands Oberland, informierte über dessen aktuellen Stand. Geplant sei, so Niedermaier, auf der kommenden Sitzung des Planungsverbands Leitlinien für ein Gesamtkonzept zu verabschieden, das sich der Entwicklung von Siedlungswesen, Verkehrsinfrastruktur und Wirtschaft widmet. Das von ihm verfolgte Leitziel sei eine Region der kurzen Wege, die auf lange Sicht wettbewerbsfähig, nachhaltig und lebenswert zu gestalten sei, so der Verbandsvorsitzende. Niedermaier appellierte an die Unternehmerschaft und alle anderen gesellschaftlichen Gruppen, sich aktiv in den Meinungsbildungsprozess einzubringen, in dem die Leitlinien diskutiert werden sollen.

Die Zukunft der Region müsse gemeinsam gestaltet werden. „Viele unterschiedliche Interessen sind unter einen Hut zu bringen“, führte Niedermaier weiter aus. Die Interessen und Wünsche der Wirtschaft seien im Oberland hinsichtlich Entwicklungsmöglichkeiten, Erweiterungsmöglichkeiten oder schlichtweg Standortsicherung durchaus heterogen, je nach Lage in der Region. Als Leitplanken könnten in diesem Prozess die großen überregionalen Verkehrsachsen dienen. Im Hinblick auf eine effiziente Steuerung von Zuzug oder Verkehr sei es sinnvoll, dort Wachstum anzusiedeln.

Über anstehende Sanierungen bei den großen Verkehrsachsen der Region informierte Josef Seebacher von der Autobahndirektion Süd. Er verwies insbesondere auf die bis 2021 geplanten Maßnahmen entlang der 76 Kilometer langen und mit 87 Brücken bestückten A 95 und die Tunnelprojekte in Richtung Garmisch-Partenkirchen. Aufgabe der Behörde sei es, die großen Verkehrsachsen in der Region für den laufenden Verkehr freizuhalten, so der Verkehrsexperte. Angesichts von Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums werde der Verkehr zunehmen. Der Schlüssel hin zu einer effizienten Steuerung der Verkehrsflüsse sei vor allem auch eine durchdachte Siedlungsentwicklung, so Seebachers Fazit.

Von Kreisbote

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