Bei den Containern am Narbonner Ring türmt sich der Unrat

Müllfrevel ärgert Anwohner

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Der hinter einem Wall vor Einblicken geschützte Standort am Narbonner Ring verleitet Übeltäter dazu, die Container als wilde Müllkippe zu missbrauchen.

Weilheim – Ausgediente Autoreifen, überquellende Plastiksäcke, stinkender Bioabfall: Ein unschöner Anblick und ein Frevel an der Natur ist illegal entsorgter Müll. Dieser türmt sich oft an den Altglas- und Dosencontainern am Narbonner Ring, wie ein Weilheimer Bürger entrüstet beobachtet.

Joachim Herdtfelder stinkt das gewaltig. Er wohnt in der Nähe, hat den herumliegenden Müll fotografiert und das städtische Ordnungsamt mehrfach auf den „katastrophalen Anblick“ hingewiesen. Passiert sei aber nichts, empörte er sich beim Besuch in der Kreisboten-Redaktion.

Auf Nachfrage bei Ordnungsamtsleiter Andreas Wunder bestätigte dieser, dass ihm die Beschwerde bekannt ist. Er verwies an das Landratsamt. Für die Abfallentsorgung im Landkreis ist die EVA (Erbenschwanger Verwertungs- und Abfallentsorgungsgesellschaft) zuständig. Dort bezog Abfallberaterin Claudia Knopp Stellung: An dem über die Durchgangsstraße gut erreichbaren, sichtgeschützten Containerplatz werde immer wieder illegal Müll abgelagert. Eine in den 1990er Jahren aufgestellte Videokamera musste aus Datenschutzgründen abmontiert werden. Den Standort zu verlegen sei mangels Alternativen ebenfalls nicht möglich gewesen.

Einmal wöchentlich werden die Container am Narbonner Ring an der Zufahrt zu den Tennisplätzen von der Firma „i+s Pfaffenwinkel“ geleert und der Platz gereinigt. Ein häufigeres Säubern würde das Problem nach Knopps Meinung nicht aus der Welt schaffen, denn: „Es wird immer Menschen geben, die ihre Abfälle irgendwohin kippen. Wir leben vergleichsweise in einem sehr sauberen Land.“

Von Maria Hofstetter 

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