Bei Immobilien Preisgefälle von Ost nach West

Zahlreiche Themen brennen den Immobilienbesitzern derzeit unter den Nägeln. Das zeigte sich bei der Versammlung der Haus- und Grundbesitzer. Rund 250 Mitglieder, sprich ein Viertel der gesamten Vereinigung, füllten die Weilheimer Stadthalle, um die Ausführungen von Vereinschef Wolfgang Sartory und Geschäfts- führer Christian Lex zu lauschen.

Fast zeitgleich mit der Entscheidung der Bundesregierung über die Neuregelung der Erbschaftssteuer bei Immobilienbesitz stand das Thema auch bei der turnusgemäßen Versammlung der Haus- und Grundbesitzervereinigung Weilheim auf der Tagesordnung. Die Forderung von Wolfgang Sartory, dem Vorsitzenden der Vereinigung, ganz auf diese Steuer zu verzichten, wollten sich die Politiker aber nicht anschließen. Letztlich rangen sie sich durch, die eigengenutzten vier Wände weitgehend steuerfrei vererben zu können. In seinem Rechenschaftsbericht schlug Sartory den Bogen von der Erbschaftssteuerreform, die die Bundesregierung just am selben Abend verabschiedete, über das Klimaschutzprogramm, den Wohn-Riester bis zu den Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise. Letztere hielten sich für die Region in Grenzen. „Allerdings ist zu spüren, dass sich die Nachfrage von den ländlichen Regionen mehr in die Ballungsräume verschiebt“, stellte Sartory fest. Für Weilheim und Penzberg prognostizierte er deshalb steigende Preise. „Sie gehören zum Speckgürtel von München.“ Dagegen bleibt seiner Ansicht nach das Ost-West Gefälle, mit deutlich niedrigeren Preisen im Raum Schongau, bestehen. Geradezu als dramatisch beschrieb er die Entwicklung der Bautätigkeiten. „Im Landkreis ist sie im letzten Jahr um die Hälfte zurückgegangen“, meinte Sartory, der auch keine guten Nachrichten in Sachen Kosten für das Klimaschutzprogramm parat hatte. „Dadurch werden die Immobilienbesitzer enorm belastet. Etwas mehr kostet in Zukunft auch die Vereinsmitgliedschaft. Um das Defizit der letzten Jahre aufzufangen, beschloss die Versammlung eine Erhöhung der Beiträge von 30 auf 40 Euro pro Jahr. „Die Kosten sind gestiegen und wir haben die Beratungsleistungen ausgebaut“, begründete Lex die Anhebung. Da- neben referierte er über die neueste Rechtsprechung in Sachen Vermietung und dem zuletzt immer häufiger auftretenden Problem der Schimmelbildung in Wohnungen. Die Gründe dafür liegen seiner Meinung nach in den gestiegenen Energiepreisen, die dazu führen, dass weniger geheizt und gelüftet wird. Aber auch die Modernisierung vieler Gebäude macht er dafür verantwortlich. „Die Fenster sind jetzt so dicht, da kann es leichter zu Schimmel kommen“, so Lex, der als Abhilfe das mehrmalige Stoßlüften am Tag empfahl.

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