Immobilien im Landkreis Weilheim-Schongau immer gefragter 

Bessere Mietrendite als in München

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Wolfgang Sartory (re.) bleibt Chef der Haus- und Grundbesitzervereinigung Weilheim. Die Wahlen führte Landeschefin Dr. Ulrike Kirchhoff durch. Christian Lex und Florian Ponholzer (li.) referierten bei der Versammlung.

Weilheim – In unsicheren Zeiten vertrauen die Menschen zunehmend auf Sachwerte. Angesichts der Eurokrise und der sich abschwächenden Konjunktur wird der Immobilienerwerb immer beliebter. Die steigende Nachfrage, bei aktuell eher überschaubaren Angeboten, wirkt sich vor allem in steigenden Preisen aus, auch im Landkreis Weilheim-Schongau. 

„Allerdings nicht in der Heftigkeit wie zum Beispiel in München“, berichtete Wolfgang Sartory, der Chef des Haus- und Grundbesitzervereins Weilheim,  bei der Jahreshauptversammlung den rund 300 Anwesenden in der Stadthalle. In Penzberg und in der Kreisstadt werden für Neubauten inzwischen deutlich über 3 000 Euro verlangt, führte Sartory aus. „Im Vergleich zu München sind die Preise aber noch moderat“, ergänzte Sartory, der darüber hinaus feststellte, dass immer mehr Interessenten für die heimischen Immobilien aus der Landeshauptstadt kommen. „Die Mietrendite ist hier besser als in München“, lautet die Begründung des Vereinschefs. Ein Grund für die ansteigenden Preise ist auch die verhaltene Neubautätigkeit, da die Baugenehmigungen weitgehend konstant blieben. 

Gleiches gilt auch für die Grundstückspreise in der Region, wobei es weiterhin ein Ost-West Gefälle im Landkreis gibt. Weilheim und Penzberg sind unverändert teurer als Peißenberg, Peiting und Schongau. Moderater zeigte sich die Entwicklung bei den Gebrauchtimmobilien. Ältere Häuser blieben im Gegensatz zu Gebäu- den, die nach 2000 gebaut wurden, weitgehend preisgleich. 

Nach oben orientieren sich dagegen die Mieten, weil der Landkreis für Zuzüge weiterhin attraktiv ist. Zehn Euro für den Quadratmeter in einer neuen Mietwohnung in Weilheim sind nach Angaben Sartorys nicht außergewöhnlich. Eine Immobilienblase, wie in den USA oder in Spanien, sieht er trotz der Preisspirale nicht, da sich die Banken in Deutschland restriktiver bei der Finanzierung zeigen. 

Nach oben kletterten beim Haus- und Grund-Verein angesichts des steigenden Beratungsaufwandes für die inzwischen 1500 Mitglieder auch die Kosten. Das letzte Jahr endete mit einem Minus von 6 000 Euro. Die Beitragserhöhung um zehn Euro wurde ohne viele Gegenstimmen beschlossen. Einstimmig wurde Sartory für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Neuer Stellvertreter ist jetzt Siegfried Thalmaier. Im Anschluss referierte Geschäftsführer Christian Lex über die Pro- blematik von Bäumen in Nachbars Garten. Dr. Ulrike Kirchhof, die bayerische Landeschefin von Haus und Grund, informierte über das neue Mietrecht, und Florian Ponholzer stellte die Änderungen bei der Trinkwasserverordnung vor.                                                                                                                                               Von Roland Halmel

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