Ärmelkrempeln ohne Hürden

Impfzentrum-Außenstelle in Murnau nimmt Betrieb auf

Bürgermeister Rolf Beuting, Gemeinderat Michael Rapp, Landrat Anton Speer, die stellvertretende Bürgermeisterin Julia Stewens und BRK-Kreisgeschäftsführer Klemens Reindl im KTM.
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Noch ist nicht so viel zu erkennen: Bürgermeister Rolf Beuting, Gemeinderat Michael Rapp, Landrat Anton Speer, die stellvertretende Bürgermeisterin Julia Stewens und BRK-Kreisgeschäftsführer Klemens Reindl (von links) im KTM, um zu sehen, wie es mit dem Aufbau der Außenstelle läuft.
  • vonAntonia Reindl
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Murnau ‒  Vor gut einer Woche brauchte es noch ein wenig Vorstellungsvermögen, um zu erkennen, was denn dort im Kultur- und Tagungszentrum (KTM) entstehen soll. Vergangene Woche wurde im Christoph-Probst-Saal und im Staffelsee-Seminarraum eine Außenstelle des Impfzentrums Garmisch aufgebaut. Am Samstag, 8. Mai, wird der Betreib aufgenommen.

Ein Teil der Trennwände steht bereits, doch gut zu sehen sind diese nicht. Landrat Anton Speer, Bürgermeister Rolf Beuting, dessen Stellvertreterin Julia Stewens, Gemeinderat Michael Rapp und BRK-Kreisgeschäftsführer Klemens Reindl stehen davor – zwischen Werkzeugkisten und Leitern. Es sei ein langwieriger Weg gewesen, so der Landrat, der nun hofft, dass auch reichlich Impfstoff zur Verfügung steht. Im Besonderen dankt Anton Speer dem BRK, immerhin habe er schon viel Zuspruch für die freundliche Art der Engagierten im Impfzentrum in Garmisch erhalten. Und auch in mobilen Trupps, welche die Seniorenheime ansteuerten, hätten die Frauen und Männer des BRK das Impfen vorangetrieben.

„Wir sind einen guten Schritt vorangekommen“, sagt Beuting. Mitte Dezember hätten die Bürgermeister im Blauen Land angeregt, eine zweite Impfstation zu öffnen. Immerhin wolle man Wege verkürzen und den Impfgang erleichtern. „Es ist zurzeit aufwendig, nach Garmisch zu kommen“, schmunzelt der Bürgermeister angesichts der Vielzahl an Baustellen auf den Weg nach sowie in Garmisch. Die Außenstelle sei nun eine „wichtige Ergänzung“ zum Zentrum und den Hausärzten, schließlich müsse man „genügend Druck auf die Schiene zu bringen“.

Auf das Impfzentrum wirft Klemens Reindl, Geschäftsführer des BRK-Kreisverbandes Garmisch-Partenkirchen, einen genaueren Blick – mit Stolz. „Wir haben bislang keine einzige Impfdosis wegwerfen müssen“, sagt Reindl, „alles, was wir hatten, wurde verimpft.“ Ziel sei es letztlich, „möglichst viele in kurzer Zeit“ zu impfen. Mit der Außenstelle erhalten nun diejenigen im Landkreis, die sich auf der Onlineplattform für eine Corona-Schutzimpfung registrieren, zwei Auswahlmöglichkeiten: Sie können sich in Garmisch oder in Murnau impfen lassen. Während unter der Zugspitze jedoch in zwei Schichten – vormittags und nachmittags – geimpft wird, beschränkt man sich am Staffelsee auf ein Zeitfenster, „von 14.30 bis 20.30 Uhr, sieben Tage die Woche“, so der Mann vom Roten Kreuz. Lächelnd schaut Michael Rapp auf die Aufbauarbeiten. Insbesondere für diejenigen, die immobil sind, sei dies nun eine „große Chance“, meint der Gemeinderat und verweist im selben Zuge auch auf die barrierefreie Gestaltung des KTM.

Diese große Chance zeigt sich nun in Gestalt von drei Kabinen im Christoph-Probst-Saal, wobei die mittlere zur Vorbereitung diene und die äußeren zum Impfen, wie Reindl erläutert. Der Staffelsee-Seminarraum ist Stühlen vorbehalten, auf denen Geimpfte 15 bis 20 Minuten Platz nehmen – zur sicherheitshalben Überwachung nach dem Nadelstich.

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