Informationsveranstaltung der Umfahrungsgegner auf dem Weilheimer Gögerl mobilisiert rund 500 Teilnehmer

Der Trasse ein Gesicht gegeben

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Gegen 10.30 Uhr hatte sich am Hechenberg eine große Menschenmenge eingefunden und immer noch strömten weitere Bürger hinzu.

Weilheim – In Karawanen zogen die Weilheimer am Sonntagvormittag auf ihren Hausberg. Sie folgten damit einem Aufruf der Bürgerinitiativen (BI) „Heimat 2030“ und „Marnbach-Deutenhausen“. Diese hatten dort unter dem Motto „Die Trasse zeigt ihr Gesicht“ bei einer Begehung über die Auswirkungen einer möglichen Ostumfahrung auf Mensch und Natur informiert.

Im Vorfeld hatten die Aktiven beider BI einen Teil der angedachten ortsfernen Trasse mit Absperrbändern markiert und auf Plakaten ihre Bedenken gegen eine Ostumfahrung zum Ausdruck gebracht. Dr. Oskar Handow, einer der Mitbegründer von „Heimat 2030“, rechnete vor, dass für die circa vier Kilometer lange Umgehungsvariante aufgrund der Topologie ein Einschnitt von bis zu 100 Meter Breite und 27 Meter Tiefe erforderlich wäre. Zur Lösung der Verkehrsprobleme in Weilheim lehnt die BI sowohl eine Ost- als auch eine Westumfahrung strikt ab und favorisiert als „sinnvolle Alternative“ eine Tunnellösung durch das Stadtgebiet. Anstatt abzuwarten, bis eine Vorzugstrasse feststeht (wir berichteten), sollten die Bürger jetzt Flagge zeigen. Handow appellierte: „Noch können wir die Entscheidung beeinflussen. Suchen Sie das Gespräch mit den Stadträten, die sich zum Teil noch nicht positioniert haben und halten Sie Ihre Meinung nicht hinter dem Berg.“ Mehr Infos zur BI unter www.weilnein.de.

Infoveranstaltung Ostumfahrung Weilheim

 © Hofstetter
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Für die FDP machte Stadträtin Saika Gebauer-Merx deutlich, dass ihre Partei – wie die BI – eine Tunnellösung unterstützt. Ralf Gebauer lieferte den Anwesenden hierzu technische Details. Demnach könnte ein Tunnel anstelle des bergmännischen Vortriebes in Deckelbauweise erstellt und damit Zeit und Kosten gespart werden. Auf Flyern wurden Argumente gegen eine Umfahrung in Ost oder West begründet.

Heinz Botsch sprach im Namen von Bund Naturschutz und der Schutzgemeinschaft Weilheimer Moos und schilderte die ökologischen Folgen einer Umfahrung. Alle Interessierten lud er zu einer Inforadtour für den 21. Mai ein, die auch den Korridor für eine westliche Trasse beinhaltet.

Die laut Veranstalter über 500 Teilnehmer folgten anschließend der abgesteckten Trasse vom Hechenberg bis zum Gmünder Hof, wo Vertreter der politischen Parteien Stellung bezogen.

Von Maria Hofstetter

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