"Innovative Digital" bietet Unternehmen Chancen der Digitalisierung – Auftakt am 22. Juli

Fit für die digitale Welt

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Laden zur Auftaktveranstaltung der „Initiative Digital“ ein. V. li.: Roland Streim, Martin Weidehaas, Andrea Jochner-Weiß, Sabine Zimmermann und Werner Theiner.

Landkreis/Peißenberg – Online-Banking, Musik Streaming oder geschäftliche Meetings per Skype: Wir sind längst in einer digitalisierten Welt angekommen. Doch was in vielen großen Firmen in puncto Digitalisierung bereits zum Standard gehört, stellt kleinere, mittelständische Unternehmen oft vor Herausforderungen. Mit der „Kick-off“ Veranstaltung der „Initiative Digital“ soll dem am 22. Juli in der Tiefstollenhalle in Peißenberg entgegengewirkt werden.

Die „Initiative Digital“, die vor vier bis fünf Jahren ins Leben gerufen wurde und seit circa drei Jahren aktiv in Bayern wirkt, soll mittelständischen Unternehmen bei der Digitalisierung mit Praxisbezug helfen. Initiiert und unterstützt wird die Initiative, die sich über Töpfe der Mitgliedsverbände und Sponsoren finanziert, durch verschiedene Verbände, wie den Bund der Selbstständigen e. V., die Vereinigung der Selbstständigen und mittelständischen Unternehmen e. V. oder die Gewerkschaft ver.di. Das aktive Netzwerk gehe laut Mitinitiator Werner Theiner mit einem Kompetenzteam, bestehend aus diversen Experten, auf die Landkreise und Wirtschaftsförderer zu. So soll der nötige Kontakt zu den dortigen Unternehmen hergestellt werden, die im Fokus der Beratung stehen.

Der Landkreis Weiheim- Schongau ist dabei ein Vorreiter in Deutschland. „Wir wollen für drei Jahre Anlaufstelle für mittelständische Unternehmen rund um Fragen zum Thema Digitalisierung sein“, betonte Theiner, der in kleinen und mittleren Betrieben noch Nachholbedarf sieht. Nach einer „Kick-off“ Auftaktveranstaltung sollen einmal im Quartal weitere Workshops zu diesem Thema kostenlos angeboten werden. Ziel sei es, ein „digitales Umdenken der Unternehmen hin zu digitalem Transfer zu schaffen“. Dabei soll auf die jeweiligen Regionen, in Absprache mit dortigen Partnern, speziell und individuell eingegangen werden.

Auftakt im Landkreis ist am Montag, 22. Juli, von 19 bis 22 Uhr, in der Tiefstollenhalle in Peißenberg, zu der Unternehmer und Mitarbeiter aus Weilheim-Schongau sowie den benachbarten Landkreisen, Bürgermeister und Rathausmitarbeiter eingeladen sind. Organisiert wird die Veranstaltung von der „Initiative Digital“, der IHK für München und Oberbayern, der Kreishandwerkerschaft Oberland und der Wirtschaftsförderung.

Zum Einstieg erwartet die Teilnehmer eine interessante Gesprächsrunde zum Thema Digitalisierung, an der politische Mandatsträger sowie Jens Wucherpfennig von der IHK-Geschäftsstelle in Weilheim, Andreas Keck, stellvertretender Bundesvorsitzender Liberaler Mittelstand und im Kernteam der Initiative Digital teilnehmen werden, erklärte Martin Weidehaas, neuer Leiter der Stabsstelle Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung, der an diesem Abend selbst mit von der Partie sein wird. Im Anschluss folgen kurze zehnminütige Impulsvorträge zu Themen wie Digitalisierung in der Cloud, Sicherheit auf der Infrastrukturseite oder Lösungen für die digitale Transformation für Geschäftskunden. Auch werden zwei Unternehmen aus der Region, die Bechtold GmbH und die Hirschvogel Holding GmbH, über ihre Erfahrungen in diesen Bereichen berichten. Abschließend besteht noch die Möglichkeit, sich bei einem Imbiss auszutauschen. „Wir rechnen mit 200 bis 300 Teilnehmern“, so Weidehaas.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß betonte beim Pressegespräch, wie wichtig es sei, sich mit diesen Themen zu befassen, um sein Unternehmen auch für die Zukunft zu rüsten. „Die Digitalisierung erfordert allerdings erst einen Wandel im Kopf, bevor man es in den Unternehmen umsetzen kann.“ Sabine Zimmermann, die mit Theiner die Initiative leitet, ist es vor allem wichtig, den Unternehmen „Mut zu machen“ und sie zu „inspirieren“, ohne dass die Werte und Tradition des Betriebes verloren gehen. Bei der Initiative gehe es primär darum, Arbeitsstrukturen und Methoden zu verändern, um fit für die Zukunft zu werden. Dass die Nachfrage zu diesem Thema auch in der Handwerksbranche steigt, weiß Roland Streim von der Kreishandwerkerschaft Oberland. „Digitalisierung hat das Handwerk schon lange erfasst“, so Streim. Zwar werde sie von den Handwerksunternehmen wahrscheinlich nicht „exzessiv“ betrieben werden, Themen wie Social Media, Fertigung oder Wartung werden in puncto Digitalisierung jedoch auch für diese Betriebe immer wichtiger. Als erstes Unternehmen hat sich laut Weidehaas im Übrigen ein kleiner Malerbetrieb aus der Region angemeldet.

Anmeldung unter www.initiative-digital.org oder bei der Wirtschaftsförderung im Landratsamt.

Von Maria Lindner

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