Internationales Fußballturnier in Peißenberg

1:0 gegen Rassismus

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Die Gewinner bejubelten ihren Erfolg. Aber auch die anderen Mannschaften freuten sich mit, wie hier ein Spieler aus dem anderen Weilheimer Team (vorne). Von der Siegesprämie wollen alle Weilheimer Spieler gemeinsam feiern.

Peißenberg – Gerade noch führten die Afghanen klar. Doch die Nervosität schlägt zu. Die Afrikaner nutzen ihre Chance, um aufzuholen. Doch dann der erlösende Schlusspfiff. Sieger des internationalen Fußballturniers sind die afghanischen Asylbewerber aus Weilheim. Doch eins haben an diesem Tag alle gewonnen: neue Freundschaften.

Integration, Toleranz und vor allem ein Zeichen gegen Rassismus: Das Turnier, das Edith Staltmayer vom Bürgerbüro gemeinsam mit den Gemeinderäten Stefan Rießenberger und Hans Fischer organisiert hatte, zeigte am Sonntag, dass ein Miteinander von vielen verschiedenen Nationalitäten funktionieren kann.

Internationales Fußballturnier

Sieben Teams von Asylbewerbern aus Peißenberg, Weilheim, Hohenpeißenberg und Schongau kickten in der Turnhalle in der Sonnenstraße mit einem Team der Gemeinde und zwei Hobbymannschaften. Jeder musste gegen jeden ran und schnell kristallisierten sich Favoriten heraus. Nachdem das Hobbyteam „Plötz“ sich Platz drei sicherte, hieß es im Finale: Weilheim1 gegen Weilheim2; Afrika gegen Afghanistan. Führten die wendigen Afghanen am Anfang deutlich, holten die Afrikaner durch ihre starken Stürmer fast noch auf. Ganz reichte es aber nicht.

Am Spielfeldrand verfolgten rund 100 Zuschauer das spannende Match. Pfiffe, Gesang, Klatschen: Auch die anderen Teams feuerten lautstark an. Shoaib von der Siegermannschaft lobte: „Es hat viel Spaß gemacht. Danke an die, die das Turnier organisiert haben und an die, die dabei waren.“

Von Ursula Gnadl

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