Vivid Curls Konzert in Peißenberg: Interview mit Irene Schindele

Musik als Lebensgefühl

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Das Duo Vivid Curls und Sarah Straub (mitte) treten gemeinsam in Peißenberg auf.

Landkreis – Das Duo Vivid Curls – das sind Inka Kuchler und Irene Schindele – gibt zusammen mit Sarah Straub am Samstag, 20. Mai, ein Konzert in der Tiefstollenhalle in Peißenberg. Wie sich das Duo aus dem Allgäu gefunden hat und was an der Musik für sie wichtig ist, erzählte Irene Schindele in einem Interview mit dem Kreisboten.

Wie haben Sie und Inka Kuchler sich kennengelernt?

Irene Schindele: „Wir sind im selben Ort aufgewachsen, hatten aber keine Berührungspunkte. Weil wir beide Locken haben, wurden wir immer wieder verwechselt. Eines Tages sind wir dann ins Gespräch gekommen und haben festgestellt, dem anderen geht es auch so.“

Was hat es mit dem Namen Vivid Curls auf sich?

Schindele: „Es war uns beiden klar, dass der Name des Duos was mit Locken zu tun haben soll. Und so entstand die ‚lebhaften Locken‘.“

Wie lange gibt es das Duo schon?

Schindele: „Im Herbst werden es 15 Jahre.“

Sie treten aber nicht immer nur als Duo auf, oder?

Schindele: „Wir haben uns als Duo gegründet, es gibt aber auch die Band, zu der Florian Hirle, Helmuth Baumann und Markus Wohner gehören. Knapp die Hälfte der Konzerte spielen wir zusammen. In Peißenberg ist Sarah Straub beim Konzert dabei. Wir haben seit zwei Jahren ein Konzept mit Klavier, Gitarre und dreistimmigem Gesang. Wir spielen gemeinschaftlich arrangierte Songs, teilweise von Vivid Curls und teilweise von Sarah Straub.“

Wie würden Sie Ihre Musikrichtung beschreiben?

Schindele: „Unsere Musik ist schwer einzuordnen. Da ist alles dabei von der sanften Singer-Sonwriter Ballade bis hin zum Protestsong. Wir bewegen uns im Spektrum zwischen Folk und Pop.“

Was ist Ihnen bei Ihrer Musik wichtig?

Schindele: „Wir sind Singer und Songwriter mit Gitarre. Wir schreiben unsere Songs selber und legen viel Wert auf die Texte. Wir schreiben viele der Lieder aus dem Bauch heraus, über Dinge, die uns beschäftigen und bewegen. Da ist Sozialkritisches dabei und es geht oft um das Leben selbst. Themen wie Tod und Liebe tauchen immer wieder auf.“

Wann haben Sie Ihr neuestes Album „Eine Welt“ herausgebracht und wie ist es entstanden?

Schindele: „Es wurde im Oktober veröffentlicht. Ursprünglich haben wir für die Marke ‚Rapunzel‘ den ‚Eine Welt‘ Song geschrieben. Daraus ist dann das Konzeptalbum entstanden, das das Thema der einen Welt immer wieder aufgreift. Außerdem haben wir auch die ‚Eine Welt Kampagne‘ gestartet, um zu zeigen, dass das viele Menschen bewegt und wichtig ist.“

Wie kann man daran teilnehmen?

Schindele: „Wir sammeln Statements von Menschen, warum sie sich ‚eine Welt‘ wünschen. Diese können schriftlich oder als Video auf der Homepage oder auf Facebook von Vivid Curls eingestellt werden.“

Wie lange braucht es in etwa, bis ein neues Album entstanden ist?

Schindele: „Also ungefähr zwei Jahre. Es braucht Zeit, Themen zu finden und die Lieder zu schreiben. Und die Produktion kommt auch noch dazu. Es bedarf der Abstimmungen zu den Liedern und Besprechungen, ob noch Instrumente dazukommen oder es ganz intim unplugged bleibt. Außerdem hat jeder von uns auch noch Kinder und da muss man schon schauen, wie man Zeit findet.“

Was bedeutet Musik für Sie?

Schindele: „Musik zu hören kann Erinnerung und Lebensfreude sein und inspirieren. Musik selbst zu machen ist ein bestimmtes Lebensgefühl. Es gehört für mich dazu wie Liebe, Essen und Schlaf. Musik zu schreiben war schon immer eine Form, Dinge, die mich bewegen auszudrücken.“

Vielen Dank für das Gespräch.

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