115 Jahre Burschenverein Haunshofen

Gründungstag zünftig gefeiert

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Begegnung der lustigen Art: Beim Festzug der Burschen- und Madlvereine war das mit sieben Personen besetzte Fahrrad (re.) ein Hingucker.

Haunshofen – In dem 500 Seelen-Dorf wurde am Sonntag noch einmal zünftig gefeiert.

Nach dem neunten Ochsenrennen mit fast 10 000 Besuchern und dem Politischen Abend der CSU feierte der Burschenverein „Frisch-Auf“ am darauf folgenden Wochenende seinen 115. Gründungstag mit rund 50 Vereinen aus ganz Bayern, darunter mehrere Madl-Vereine, als rauschendes Geburtstagsfest.

Im morgendlichen Gottesdienst hatte Wielenbachs neuer Pfarrer Martin Bestele eine Verbindung zwischen den Vereinen und dem Evangelium hergestellt. Wer sein Leben für die Gemeinschaft einsetze, der gewinne das Leben, sagte er in seiner Predigt. Im Anschluss zogen die Haunshofener Burschen und die Gastvereine mit Trommlerzügen und Blaskapellen durch die mit weißblauen Fähnchen geschmückten Straßen. Trotz des pünktlich zu Beginn des Festzugs einsetzenden Regens war die Stimmung großartig. Während die angereisten Burschen ihre Parolen skandierten, verfolgten die Madlvereine mit strahlendem Lächeln ihre eigene Strategie. „Madln sind einfach die besseren Buam“ hieß es bei ihnen. Der Einzug ins Festzelt, vorbei am Spalier der Applaudierenden und den aufgestellten Fahnen, glich einem Triumphzug. Bei der sich der Begrüßung anschließenden Party ging es in lockerer Atmosphäre hoch her. Dass das Stimmungsbarometer schnell steil nach oben zeigte lag auch an der schmissigen Musik der „Heldensteiner Heubodnbloasn“. Ihren Einstiegshit „Einen Prosit der Gemütlichkeit“, als wichtigstes Lied des Tages betitelt, nahmen die Anwesenden wörtlich.

Beim Feiern standen die feschen Trachtenmadel den Burschen in nichts nach. „Wir wurden eingeladen und haben gleich zugesagt, weil wir gerne feiern. Das ist doch eine Riesengaudi hier. Wir werden die Burschen ordentlich aufmischen“, so die Sprecherinnen der Wolfersdorfer Katholischen Mädchengruppe und des Karlskroner Madlvereins. Bei der Vergabe des Meist- und Weitpreises (größte Gruppe, weitester Weg) siegten die Mooshamer Burschen mit 141 Kilometern Anreise und die Raistinger, die mit 41 Mitgliedern die zahlenmäßig größte Gruppe stellten. Schirmherrin der Veranstaltung war Landrätin Andrea Jochner-Weiß, die kräftig mitfeierte.

Von Georg Müller

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