30 Jahre Ortsverband: Weilheims Grüne blicken zurück und ehren Gründungsmitglieder

"Wir können stolz sein"

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Bei der Geburtstagsfeier wurden die Gründer für 35-jährige Mitgliedschaft geehrt. Vorn v.li.: George Davis, Fanny Klatt, Monika Propach-Voeste. Stehend v.re.: Hartmut Rudel, Michael Sendl und Günther Urban mit Karl-Heinz Grehl und Alfred Honisch.

Weilheim – 30 Jahre sind in der Geschichte ein Wimpernschlag, für die Weilheimer Grünen aber ein Anlass, stolz auf das in dieser Zeit Erreichte zu sein. Der runde Geburtstag wurde im Gründerlokal des Ortsvereins, dem Dachsbräu, mit Ehrungen, Rückblick und Erfahrungsaustausch, einer Ausstellung und einem gemütlichen Beisammensein gefeiert.

„Hätten Sie das geglaubt, dass es uns nach 30 Jahren noch gibt?“, fragte Ortssprecher Karl-Heinz Grehl die Mitglieder und Gäste bei der Jubiläumsfeier. Grehl strahlte und bejahte die Frage selbst. „Es ist leicht, eine Partei zu gründen, aber man muss sie erst einmal über die Zeit bringen. Das war schwierig, aber wir haben es geschafft“, konstatierte er.

Man habe in der Verantwortung lernen müssen, Kompromisse um der Sache willen zu schließen. Es habe sich bei anstehenden Entscheidungen, wie für oder gegen die Einführung von Tablet-Klassen, Hotelbauten und andere Bauvorhaben, immer wieder gezeigt, dass es keinen Sinn mache, auf Maximalforderungen zu beharren. „Es gibt 1 000 Gründe, zu verzweifeln und bei uns auszutreten, aber eine Million Gründe, weiterzumachen. Ich bin überzeugt, dass es uns in 30 Jahren auch noch gibt“, prophezeite Grehl in seiner Begrüßungsrede.

Stolz auf das in der Kommunalpolitik Erreichte kann der Weilheimer Ortsverein sein. Aus anfänglich einer Stadträtin, Monika Propach-Voeste, wurden im Laufe der Jahre vier. Darüber hinaus stellt die Partei drei Kreisräte sowie mit Karl-Heinz Grehl auch einen Vizelandrat.

Dr. Eckart Stüber präsentierte als „Grünes Gedächtnis“ Fakten, Meilensteine und Führungspersönlichkeiten der Gründerjahre. Die erste grüne Stadträtin hatte einen schwierigen Start, wie Propach-Voeste rückblickend feststellte. Als sie und ihr Nachfolger Alfred Honisch von ihren persönlichen Erfahrungen zu erzählen begannen, brachten sie die Zuhörer mit ihren Anekdoten zum Staunen. Honisch wollte aber nicht nur die Vergangenheit Revue passieren lassen. Auf die aktuelle Situation eingehend, stellte er fest, dass es immer schweriger werde, grüne Interessen zu vertreten. Die Themen, wie Umgehungsstraße, Gewerbegebiet Achalaich, Geothermie und Wasserkraftnutzung an der Ammer, werden immer komplexer. Als Kommunalpolitiker müsse man „extrem gut vorbereitet“ sein, um mitreden zu können.

von Georg Müller

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