60 Jahre Harmonie in der Ehe - Giesela und Karl-Heinz Knick feiern diamantene Hochzeit

Als sich Giesela und Karl-Heinz Knick im Jahr 1947 kennenlernten, hatten die Kriegsflüchtlinge nichts als die Liebe zu einander. Zusammen überstanden sie Zeiten ärgster Not. Jüngst feierten sie ihre diamantene Hochzeit.

Aus ihrer Heimat im heute polnischen Gebiet mussten beide nach Ende des Zweiten Weltkrieges nach Berlin flüchten. Dort trafen sie sich zum ersten Mal. „Beim Kartoffelhamstern“, erinnert sich die 81-Jährige Giesela Knick, „lernte ich meinen Karl-Heinz kennen.“ Zwei Jahre später schlossen sie am 17. August 1949 den Bund fürs Lebens. Die Hochzeit verlief alles andere als pompös: „Wir mussten das Brautkleid und den Hochzeitsanzug meines Mannes leihen“, erzählt Giesela Knick. Doch gemeinsam standen sie die Nachkriegsjahre durch. Im Jahr 1956, als Karl-Heinz Knick als Berufssoldat zur Bundeswehr ging, verließ das Paar Berlin. „Während ich in Kaufbeuren auf Lehrgang war, kümmerte sich meine Frau um den Umzug nach Norddeutschland“, sagt der 82-jährige Karl-Heinz Knick. Er war als Techniker bei der Luftwaffe tätig, seine Frau arbeitete als Verkäuferin in Modegeschäften. Zeitweise leitete sie sogar eine Filiale. Mit der Pensionierung von Karl-Heinz Knick im Jahr 1980 zog es die Eheleute schließlich im Jahr 1982 nach Weilheim. Dort arbeitete die 81-Jährige lange Zeit im Modehaus Echter in der Damen- und Herrenabteilung. „Sie würde jetzt noch dort arbeiten, wenn sie könnte“, sagt Karl-Heinz Knick. Denn der Umgang mit den jungen Kollegen habe ihr immer Spaß gemacht und sie fit gehalten, ergänzt seine Frau. Zur diamantenen Hochzeit gratulierte Weilheims Bürgermeister Markus Loth dem Ehepaar jüngst mit einem Blumenstrauß und einer Flasche Sekt. Er konnte es kaum glauben, dass das rüstige Paar bereits die diamantene Hochzeit feiert: „Als ich Sie sah, dachte ich zuerst, ich hätte die falsche Urkunde dabei.“ Wandern und Ausflüge nach Südtirol unternehmen: Diesen Hobbies gehen die Knicks noch immer gerne nach. Giesela Knick hat in 60 Ehejahren herausgefunden, worauf es ankommt: „Gegenseitiges nachgeben und ein harmonisches Familienleben“, nannte sie als Rezept.

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