Weilheimer Zuchtverbände und MER werben für Beratung und "Braunvieh-Vision"

Mehr Ertrag durch Betriebsoptimierung

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Die Geehrten der Weilheimer Zuchtverbände und des MER. Re. vorn Valentin Hoiß und Peter Kai- ndl. Oben neben dem Banner der Geschäftsführer der Zuchtverbände Helmut Goßner.

Weilheim – Die Jahreshauptversammlungen der Weilheimer Zuchtverbände und des Milch-erzeugerrings (MER) sind wichtige Termine.

Vorstände legen Rechenschaft ab, weisen auf Erfolge, Projekte beziehungsweise zutreffende Maßnahmen hin, Beiräte sowie Vorstände werden gewählt und verdiente Mitglieder geehrt– kurz man redet miteinander, tauscht sich aus. Heuer kamen rund 400 Landwirte aus fünf Landkreisen in die Stadthalle. Gleich nach der Begrüßung beschrieb der kommissarisch geschäftsführende Vorsitzende der Zuchtverbände, Valentin Hoiß, das abgelaufene Jahr als eines der guten Nachfrage mit deutlich gestiegenen Milchpreisen. Die Exportzahlen und Preise für Zuchtvieh hätten sich auf hohem Niveau bewegt, die für Schlachtvieh seien eher zufriedenstellend gewesen. Dadurch seien die Kälberpreise gestiegen. Wesentliche Voraussetzung für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit sei die Berücksichtigung der Verbraucherwünsche. Dafür bedürfe es der konsequenten Weiterentwicklung züchterischer Maßnahmen. Das Projekt „Braunvieh-Vision“ sei eine große Chance. Ziel bei diesem Projekt ist die Stärkung der Rassenrobustheit und Gesundheit. Beteiligen können sich Betriebe mit mehr als 30 Braunviehkühen. Der Vorsitzende des Milcherzeugerrings, Peter Kaindl, sprach sich für die Annahme der Beratung durch das Landeskuratorium für Veredelung (LKV) aus. Sie brächte erhebliche Vorteile bei der Betriebsoptimierung. So könnten Reserven im Betrieb erkannt und für die Ertragssteigerung genutzt werden.

Höhepunkt der Veranstaltung war ein rund einstündiges, mediengestütztes Referat von Johann Miller (ehemaliger Mitarbeiter des AELF Kaufbeuren) unter dem Titel „Gelassenheit – das Geheimnis der Erfolgreichen“. Miller würzte seine Botschaft mit Goethe- und Einsteinzitaten und sprach sich gegen Prestigedenken wie auch Zukunftsängste unter den Landwirten aus. Der Anhänger des technischen Fortschritts täusche sich, wenn er sich davon mehr Wachstum erhoffe. Problemlösung sei „weniger ist mehr“. Ehe Wachstumsschritte gewagt werden, müsse die Optimierung und Konsolidierung der Betriebssituation erfolgen. Allgemeines Lob gab es für die Sanierung der Hochlandhalle durch die Stadt, für welche die Zuchtverbände lediglich einen Beitrag für die Lautsprecheranlage leisten mussten.

Den hohen Stellenwert der Landwirtschaft im Bewusstsein der Stadt wie auch der Landkreise Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen hatten bereits die Landräte Andrea Jochner-Weiß und Anton Speer in ihren Grußworten betont. Weilheims dritte Bürgermeisterin, Angelika Flock, sicherte ebenso wie Jochner-Weiß weitere finanzielle Unterstützung im Rahmen vorhandener Möglichkeiten zu.

Den Abschluss der Versammlung bildeten Ehrungen für verdiente MitarbeiterInnen in der Leistungsprüfung und der Zucht, die Vergabe von Stallplaketten für Milchleistungsbetriebe mit über 10 000/11 000 kg Stalldurchschnitt sowie für 100 000 Liter Kühe (Lebensleistung).

Turnusgemäß neu gewählt wurden die Ausschussmitglieder für die Zuchtverbände Fleck- und Braunvieh. Beim Fleckvieh erhielten das Vertrauen: Robert Abenthum (Obermühlhausen), Hans Brunner (Eichendorf), Peter Ginter jun. (Haunshofen), Georg Holzer (Diemendorf), Stefan Kornes (Kammlach), Alois, Josef Kramer (Krün), Georg Pischeltsrieder (Bolzwang), Josef Reischl (Unteralting), Franz Siessmeir (Egling), Leonhard Steidl (Haunshofen), Josef Steingruber (Füllersried). Ersatzleute wurden: Bruno Frieb jun. (Unterfinning), Lorenz Geiger (Wielenbach), Elisabeth Hinterholzer (Attenkam), Peter Kaindl (Schöffelding), Bernhard Leininger (Oppenried), Markus Leis (Kreilhof), Anton Lidl (Rain), Josef Pfänder (Erling), Paul Schöps jun. (Froschhausen), Karl Seitz (Lutzenberg), Benno Thalhofer (Holzmühle). Als Ausschussmitglieder für Braunvieh wurden gewählt: Josef Hindelang (Höldern), Hans Holzer (Fendt), Quirin Schuster (Kronholz), Ludwig Wieser jun. (Gießübl). Ersatzleute: Alexander Krumm (Landsberg), Benedikt Rohrmoser (Schellschwang), Fridolin Specker (Lichtenau), Johann Stückl (Uffing).

Von Georg Müller 

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