32 Unternehmen präsentierten sich beim Berufsinformationsforum der Realschule

Erster Schritt in Richtung Traumberuf

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In der Aula der Realschule konnten sich die Schüler an den verschiedenen Ständen der Betriebe informieren.

Weilheim – Bankkaufmann, Industriemechaniker, Polizist. Oder doch lieber noch ein paar Jahre die Schulbank drücken? Das Angebot an Ausbildungsberufen und möglichen Alternativen nach der Schulzeit ist groß und deshalb nicht immer leicht zu beantworten. Einen Überblick verschaffen konnten sich die SchülerInnen der neunten und zehnten Klassen der Realschule Weilheim vergangenen Donnerstag in der Aula der Schule. Dort fand das jährliche Berufsinformationsforum statt.

„Ich würde gerne in Richtung Verwaltung gehen. Mir gefällt das Arbeiten am Computer“, erklärte die 15-jährige Melissa. Die Schülerin besucht die neunte Klasse der Realschule und war gerade dabei, sich über dieses Berufsfeld zu informieren. Die Auswahl an diesem Abend war groß. 32 Unternehmen aus Industrie, Technik und Behörden stellten sich für die Fragen der Schüler zur Verfügung. Wie Yvonne Grim, Ausbildungsleiterin der Industriekaufleute bei der Firma Convotherm. „Es wird sehr gut angenommen. Wir gehen auf die Schüler zu“, so Grim. Je nachdem, ob sie lieber handwerklich oder im Büro arbeiten möchten, werden sie zu den Azubis weitergeleitet, die über ihren betrieblichen Alltag sprechen. „Dadurch kann man gut ins Gespräch kommen“, so Grim.

Das Berufsinformationsforum wurde vor über 20 Jahren von der damaligen Wirtschafts- und Erdkundelehrerin Ursula Kullmann ins Leben gerufen, erklärte der stellvertretende Schulleiter Klaus Förster. Danach habe die Organisation der ehemalige Konrektor Herbert Hiebl übernommen und seit vier Jahren kümmert sich Förster darum. „Wir wollen den Schülern eine Auswahl an Betrieben vorstellen, die es im Umland gibt und einen Kontakt zwischen Betrieben und Schülern schaffen“, so Förster. Auch sei in der neunten Jahrgangsstufe das Thema berufliche Orientierung ein wichtiger Faktor. „In den unterschiedlichen Firmen sind auch Azubis, die bei uns selber Schüler waren“, so Förster.

Wie die 20-jährige Claudia, die im dritten Lehrjahr ihre Ausbildung als Biologielaborantin bei Roche absolviert. „Während meiner Realschulzeit stand ich früher schon an diesem Stand und bin super von den damaligen Azubis informiert worden“, so die 20-Jährige, „damals aber noch über den Beruf der Chemielaborantin“, sagte sie lächelnd.

Unter den über 100 Schülern tummelte sich auch Madlen (15), die die neunte Klasse besucht. „Ich will unbedingt was mit Tieren machen, weil ich mit diesen aufgewachsen bin“, so die Schülerin. Auch die 14-jährige Luisa weiß schon, in welche Richtung ihr Traumberuf gehen soll. „Physiotherapeutin, weil ich gern mit verschiedenen Menschen Kontakt habe und mich Massagetechniken interessieren“, so die Schülerin. Der 16-jährige Minh hingegen hat noch keinen konkreten Traumberuf. Irgendwas im technischen und zeichnerischen Bereich soll es werden. Über eine weiterführende Schule wollte sich Tamara (15) informieren. Sie möchte nämlich Rechtsanwältin werden und das schon seit sechs Jahren. Als Alternative könnte sie sich auch was in Richtung Immobilienmaklerin vorstellen. „Eigentlich möchte ich danach aber studieren“, so die Schülerin.

Vielleicht steht einer von ihnen in den nächsten Jahren ja selbst hinter einem Tisch, um als Azubi den Schülern beratend zur Seite zu stehen.

Von Maria Lindner

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