Pater Johannes Feierabend feiert erste heilige Messe in seinem Heimatort

Primiz in Pähl bei strahlendem Sonnenschein

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Pater Johannes bei seiner Priesterweihe in der Wallfahrtskirche Maria Plain mit dem Augsburger Weihbischof Florian Wörner (links) und Martin Bestele (rechts), dem Pfarrer seiner Heimatgemeinde Pähl.

Pähl – „Ein Glaubensfest für alle“ solle es werden, das war der ausdrückliche Wunsch von Pater Johannes Feierabend, der zu seiner Heimatprimiz in die kleine Gemeinde Pähl einlud.

Und so kamen sie alle: Familie, Freunde, Bekannte, insgesamt rund 1 800 Gläubige aus nah und fern, um mit dem jungen Neupriester seine erste heilige Messe in der Heimat zu feiern. Die Vereine des Ortes hatten für alles gesorgt – vom Blumenschmuck bis hin zum Festzelt vor einzigartigem Alpenpanorama auf der Primizwiese. Drei Trachtenkapellen leisteten außerdem ihren Beitrag, um den Tag für den Primizianten würdig zu gestalten.

Pater Johannes Feierabend bei Primiz in Pähl

 © Erzabtei St. Peter, Salzburg
 © Erzabtei St. Peter, Salzburg
 © Erzabtei St. Peter, Salzburg
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 © Carolin Völk
 © Dorfkulturverein Päh l
 © Florian Schäfer
 © Florian Schäfer
 © Carolin Völk
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In einem stattlichen Kirchenzug mit Fahnenabordnungen, Blasmusik und farbenfrohen Trachten wurde Pater Johannes am Morgen von seinem Elternhaus zur Festwiese begleitet. Vor Ort waren auch viele Priesterkollegen, die aus den Diözesen Augsburg, München-Freising, Münster und Salzburg angereist waren und Wegstationen des Primizianten widerspiegelten. Der Primizprediger Pfarrer Richard Steiner aus Kochel spannte ausgehend von Joseph von Eichendorffs Worten „Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort. Und die Welt hebt an zu singen, triffst Du nur das Zauberwort“ den Bogen zum Priesteramt: Die Welt brauche Menschen, die dieses Zauberwort treffen, die den inneren Schatz im Menschen freilegen. Die Aufgabe eines Priesters sei es, den Schmutzfilm des Alltags wegzuräumen, in den Menschen die Würde aufscheinen zu lassen und die göttliche Melodie zum Klingen zu bringen. „Dann wird Gottes Gegenwart spürbar. Das ist Seelsorge“, so Pfarrer Steiner. Die Chance des Priesters sei es, etwas widerzuspiegeln von der Herrlichkeit Gottes. Steiner wünschte sich, dass Ratsuchende, die zu einem Priester kommen, freier und mit mehr Mut wieder hinausgehen. Der Augsburger Weihbischof Florian Wörner hatte vor zwei Wochen, als er Pater Johannes in der Wallfahrtskirche Maria Plain zum Priester weihte, Ähnliches betont: Bei einem Priester solle das Licht des Glaubens von innen nach außen sichtbar sein. Die Menschen müssten spüren, dass durch den Geistlichen der Schatz des Evangeliums durchscheine. Pfarrer Steiner schloss seine Primizpredigt mit den zuversichtlichen Worten des heiligen Paulus: „Ich vertraue darauf, dass er, der bei Euch das gute Werk begonnen hat, es auch vollenden wird.“

Im Anschluss an den Gottesdienst und einen Festzug durch den Ort wurden die Gäste von fleißigen Helfern der Pfarreiengemeinschaft Pähl-Raisting-Wielenbach im Zelt bewirtet. Pater Johannes nahm während des Nachmittags viele Gratulationen entgegen, unter anderem von Landrätin Andrea Jochner-Weiß und einem großen Freundeschor, der sich im Vorfeld der Primiz zusammengefunden hatte. Den feierlichen Abschluss des Festtages bildete die Vesper in der Pähler Pfarrkirche St. Laurentius. Dort spendete Pater Johannes den anwesenden Gläubigen den Einzelprimizsegen.

Pater Johannes wurde 1984 als Martin Feierabend in Weilheim geboren. Mit drei Geschwistern wuchs er auf einem Bauernhof in Pähl auf. Nach seiner Lehre als Einzelhandelskaufmann bei K&L Ruppert in Weilheim und seiner Tätigkeit als Mitarbeiter der Landsberg-Ammersee-Bank besuchte er das Spätberufenenseminar in Waldram. Er studierte katholische Theologie in Augsburg und Münster, besuchte das Augsburger Priesterseminar und trat 2014 in das Kloster der Benediktiner der Erzabtei St. Peter in Salzburg ein. Am 29. Juni dieses Jahres, dem Fest der Heiligen Petrus und Paulus, empfing er die Priesterweihe durch Weihbischof Florian Wörner in Maria Plain bei Salzburg.

von Kreisbote

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