Beim JRK-Bezirkswettbewerb zeigten 50 Gruppen ihr Können

Zu Gast in Weilheim

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„Wo tut es weh?“ – Die Weilheimer Bambinis absolvierten die Übungseinlage fast fehlerfrei.

Weilheim/Landkreis – Was ist zu tun, wenn der Banknachbar plötzlich ohnmächtig wird? Wie versorge ich eine stark blutende Wunde? Wer helfen will, sollte sich in der Ersten Hilfe auskennen. Genau das demonstrierten am vergangenen Wochenende 50 Jugendrotkreuzgruppen mit rund 346 Teilnehmern aus ganz Oberbayern beim Bezirkswettbewerb.

Etwa 120 Helfer waren als Schiedsrichter, Betreuer und Versorgungspersonal eingesetzt. Die Veranstaltung war die Fortsetzung des Kreiswettbewerbs, der Mitte April ebenfalls in Weilheim stattfand. Beim dreitägigen Theorie- und Praxisvergleich sind neben der praktischen Ersten Hilfe stets auch Teamfähigkeit, Schnelligkeit und Kreativität gefragt. Geübt wurde von Freitag bis Sonntag in der Turnhalle der Hardtschule und am Dietlhofer See. Am Samstag fielen die Entscheidungen zuerst auf den Themenparcours, dann auf Spiel- und Freizeitparcours.Punkt 10 Uhr wurde am Seeufer der Ernstfall demonstriert. „Ihr habt hier eine Bewusstlose und eine Verletzte mit einer Schürfwunde. Fangt an, die Zeit läuft“, wiesen die Schiedsrichter die Bambini-Gruppe (sechs bis neun Jahre) aus Weilheim an. Caroline, Vanessa, Leonie, Fanny, Lea und Lavinia sprachen sich kurz ab und dann ging es los. Die sechs Mädchen machten fast alles richtig. „Ihr habt toll geholfen. Weiter so“, lobte das Schiedsrichterpaar Anna und Robert.

Eine Stufe 3 Gruppe aus Germering (16 bis 27 Jahre) hatte schwierigere Aufgaben zu lösen. „Eine Bewusstlose und ein Verletzter im Bierzelt“, lautete die Einlage. Bei der Versorgung wurden die Helfer zusätzlich von Schaulustigen behindert. Auch sie meisterten die Situation gekonnt. Einzige Kritikpunkte: „Setzt den Verbandsknoten nicht unmittelbar auf die Wunde und lasst die Verletzten keinen Augenblick allein“, bemängelten die Prüfer. Der Kräftevergleich kam bei den Germeringern gut an: „Es sind immer wieder neue Situationen, die andere Herangehensweisen erfordern. Wir haben dazugelernt“, beschrieben sie ihre bisherigen Erfahrungen.

Am Sonntagvormittag standen die Bezirkssieger fest. Bei den Bambinis gewannen je eine Weilheimer und eine Rosenheimer Gruppe. In der Stufe 1 kamen eine Peißenberger und eine Rosenheimer Gruppe weiter. In der Stufe 2 belegten Gruppen aus Dachau und Freising erste Plätze. In der Stufe 3 kamen JRK-ler aus Weilheim-Schongau und Bad Tölz-Wolfratshausen weiter. Sie werden beim Landeswettbewerb vom 6. bis zum 8. Juli in Oberfranken ihre Verbände vertreten.

„Das war ein schöner Wettbewerb mit super Stimmung. Wir freuen uns, dass wir mit drei Gruppen aus dem Landkreis am Landeswettbewerb teilnehmen können“, zog der stellvertretende Jugendleiter, Daniel Illich, Bilanz. Bei der Siegerehrung wurden heuer auch zwei Ehrenzeichen verliehen. Silber erhielt die Leiterin der Jugendarbeit, Jenni Hanzlik, Bronze Illich.

Von Georg Müller

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