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30 Jahre Kulturverein: Jubiläumsjahr startet mit Murnauer Jazzkonzerten

Konzert Murnau Jean-Louis Matinier und Kevin Seddiki
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Jean-Louis Matinier (vorne) und Kevin Seddiki werden am 18. März im Rahmen der Murnauer Jazzkonzerte ihr gemeinsames Album präsentieren.

Murnau – Der Kulturverein Murnau lädt seit 30 Jahren Künstler*innen aus der ganzen Welt in den Staffelseeort und trägt so entscheidend zur kulturellen Vielfalt der Region Blaues Land bei. Das Jubiläumsjahr beginnt mit einem Konzert des Akkordeonisten Jean-Louis Matinier und des Gitarristen Kevin Seddiki im Rahmen der Murnauer Jazzkonzerte.

Der Verein veranstaltete in den Jahren seines Bestehens Ausstellungen, Theateraufführungen, Tanztheater, Kabarettabende, Konzerte von Klassik, Jazz und Rock bis hin zu Weinfesten und Faschingsumzügen. Darüber hinaus rückte er durch Feste den Seidlpark ins Bewusstsein der Bevölkerung und war für die Marktgemeinde für die Organisation der Jugend- und Kulturtage des Bezirks Oberbayern maßgebend verantwortlich. Seine Freilufttheateraufführungen vor dem Murnauer Schloß sind noch vielen in Erinnerung. Über 1 000 Künstler, ob Musiker, Schauspieler, Kabarettisten oder Maler und Bildhauer wirkten im Laufe seines Bestehens an dem Erfolg des kleinen Vereins um den ersten Vorsitzenden Konstantin Zeitler mit.

Das erste Konzert im Jubiläumsjahr bestreitet ein alter Freund des Vereins, Jean-Louis Matinier. Der Akkordeonist ist seit Langem in Murnau bekannt, war er schon oft mit den unterschiedlichsten Musikern, so zum Beispiel mit Anouar Brahem, Marco Ambrosini oder François Couturier mit seinem Tarkovsky Quartet im Staffelseeort zu hören. „Rivages“ ist die erste Produktion mit dem Gitarristen Kevin Seddiki, dessen musikalische Fantasie mit der von Matinier bestens übereinstimmt. Seddiki war ebenfalls schon in Murnau zu erleben und zwar mit dem argentinischen Tangovirtuosen Dino Saluzzi.

„Je mehr wir zusammen spielten, desto klarer wurde, dass wir im Duo in ein wirklich tiefes musikalisches Zwiegespräch einsteigen und dabei die Klänge und Farben sowie die orchestralen Möglichkeiten unserer Instrumente erkunden konnten,“ begründet Matinier die Zusammenarbeit.

Das Konzept, das die beiden als „weltoffene Kammermusik“ beschreiben, nahm im Laufe der Jahre ganz natürlich Form an. „Wir trafen uns regelmäßig zum Spielen, in Frankreich oder in Deutschland. Wir nahmen uns Zeit, um an der Musik zu arbeiten. Wir brachten Ideen ein und konzentrierten uns auf Raum, Texturen und Balance“, beschreibt Seddiki. So entstand nach und nach das Repertoire für „Rivages“. Elf Titel sind in dieser freien Zusammenarbeit entstanden – individuelle Originalkompositionen, aber auch Interpretationen von Musik von Philippe Sarde und Gabriel Faure.

Intime Musik wie diese kann nur auf Vertrauen und intuitivem Verständnis aufbauen. Stilistisch harmonieren die beiden perfekt. Seddikis Herangehensweise an den Rhythmus – manchmal mit sehr perkussivem Gitarrenspiel – passt perfekt zu Matiniers Virtuosität am Akkordeon. Mit all seinen Feinheiten, Delikatessen und Nuancen wird das Akkordeon so zum Leben erweckt, dass man meinen könnte, man würde einem kleinen Orchester zuhören.

Am Freitag, 18. März, um 20 Uhr werden die beiden Musiker ihr Album auf der Bühne im Kultur- und Tagungszentrum präsentieren. Nähere Informationen auch zum Kartenverkauf gibt es online.

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Von Kreisbote

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