Jubiläumstierschau in gut gefüllter Hochlandhalle: 99 000 Euro als höchstes Gebot

Sieg für Milchkuh "Mulina"

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Zum Schausieger der Milchkühe 2015  wurde die zweijährige „Mulina“ gekürt. V. li.: Halter Georg Mair (Bad Tölz), Maximilian Putz, Dr. Georg Röhrmoser, Erich Pilhofer, Balthasar Biechl.

Das runde Jubiläum der Zuchtverbände in der vollen Hochlandhalle dokumentierte in eindrucksvoller Weise den hohen Stand der Fleckviehzucht in Südbayern. Glanzlichter der Veranstaltung waren das Preisrichten der Schaukühe, die Präsentation von Nachzuchtgruppen und letztendlich die Auktion von acht Elitestieren, die in einem Spitzengebot von 99 000 Euro für einen 13 Monate alten Jungstier gipfelte.

Balthasar Biechl, Vorstand der Rinderzucht Südbayern (RZS), erinnerte in seiner Begrüßung an das Datum des Zusammenschlusses der Zuchtverbände im Jahr 1974 und an die seither erzielten Zuchtleistungen.

Die dritte Bürgermeisterin Angelika Flock drückte in ihrem Grußwort die Verbundenheit der Stadt aus, gratulierte zum Jubiläum und dankte den Zuchtverbänden. In Anspielung auf die im Katalog entdeckte „Fast-Namensvetterin“ „Flocke“ wünschte sie den Züchtern unter Applaus einen „flockigen Tag“.

In der anschließenden Vorstellung der rund 80 Schaukühe konnte der aufmerksame Besucher im Vokabular von Preisrichter Hubert Schönenberger viele Ähnlichkeiten mit Misswahlen feststellen. Zum Standard gehörten Eigenschaften wie Eleganz, hohe Ausstrahlung, sehr gute Tektur, ganz hervorragender Körper. Aufgrund der hohen Tierqualität entschieden letztlich oft Nuancen über Gruppen- und Klassensieg. In der Klasse der „natürlich hornlosen“ Kühe sah Schönenberger eine hervorragende Kombination von Milch und Fleisch und einen großen Zuchterfolg.

Den Titel einer Schausiegerin 2015 holte sich im harten Stechen mit drei weiteren Championkühen die auf Nr. 6 gesetzte „Mulina“.

Der Nachmittag gehörte den Elitestieren und Auktionator Michael Walser, der die Steigerungen der Bieter im Schnellfeuertempo herunter rasselte. Die acht Jungstiere erzielten mit insgesamt 264 400 Euro ein echtes Spitzenergebnis. Kein Wunder, dass Vorstand Biechl zum Schluss sehr zufrieden war. „Es hat alles hervorragend gepasst. Die züchterische Leistung unddie Resonanz. Jetzt hoffen wir auf Signale aus der Politik“, sagte er.

von Georg Müller

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