Ein virtueller Schulrundgang

Jugendliche stellen Realschule Weilheim online mit interaktiven Videos vor

Die Geschwister Anna und Tim Spiegler, Fabian Leykauff und Nicolas Ruprecht vor dem Schulgebäude.
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Die Geschwister Anna und Tim Spiegler, Fabian Leykauff und Nicolas Ruprecht haben einen virtuellen Schulrundgang gedreht.
  • Stephanie Novy
    vonStephanie Novy
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Weilheim – Während das laufende Schuljahr sich langsam aber sicher dem Ende nähert, steht in vielen Schulen für gewöhnlich der Tag der offenen Tür an. Doch damit wird es heuer coronabedingt nichts. An der Staatlichen Realschule Weilheim haben sich Jugendliche etwas einfallen lassen, um ihre Schule dennoch Eltern und zukünftigen Mitschülern vorzustellen.

Da steckt viel Arbeit drin, das sieht man sofort. 32 kurze Videos haben Tim und Anna Spiegler, Nicolas Ruprecht und Fabian Leykauff gedreht. Darin zusehen: Anna führt die Zuschauer durch die Schule – von der Eingangshalle bis zum zweiten Obergeschoss. Auf dem Weg durch das Gebäude gibt es die Möglichkeit, sich kurze Videos der einzelnen Fachschaften anzusehen. Der Kniff dabei ist, dass der Zuschauer selbst entscheidet, was ihn gerade interessiert. Denn die virtuelle Schulführung ist interaktiv aufgebaut. „Ihr könnt entscheiden, wo ihr jetzt hin wollt“, sagt Anna am Ende eines Clips. Mit einem Mausklick auf einen der Links, landet man bei einem weiteren Video. Wer also kein großer Fan von Mathe oder Biologie ist, entscheidet sich einfach für Musik oder Sport. Oder wie wäre es mit einem der Wahlfächer – wie zum Beispiel der English Drama Group?

Für die Erstellung der digitalen Schulführung haben sich die vier Schüler, die allesamt die 10. Klasse besuchen, auch am Wochenende auf den Weg in die Schule gemacht. Dort wurden dann die Clips gedreht. Während Anna vor der Kamera zu sehen war, standen Fabian und Nicolas dahinter. Mit Smartphone und Gimbal – für wackelfreie Bilder – ausgestattet, schlüpften sie in die Rolle der Kameramänner.

„Komplettes Neuland“ war der Dreh für die Jugendlichen, wie Tim erzählt, der für die Organisation und Regie zuständig war. Klar, dass nicht gleich alles wie geschmiert lief. Da mussten schon mal Soundprobleme behoben oder der Plan ein paar Mal umgeworfen werden, weil neue Ideen hinzukamen. So stecken in dem Dreh letztlich 24 Stunden an Arbeit. Und bis alles geschnitten war, was Nicolas Aufgabe war, dauerte es nochmal rund 50 Stunden.

Die Beiträge über die einzelnen Fächer kamen derweil von den Fachschaften selbst. Diese sammelten fleißig Bild- und Videomaterial und herausgekommen sind kurze und vor allem unterhaltsame Einblicke in die Fachschaften.

Auch wenn es einiges an Arbeit war, Spaß hat es ebenfalls gemacht. Da sind sich die Schüler einig. Positives Feedback von einigen Lehrern gab es auch schon. Wer sich nun selbst einen Eindruck verschaffen möchte, findet den virtuellen Tag der offenen Tür auf dem YouTube-Kanal „2021 Tag der offenen Tür RSWM“. Der Link dazu findet sich auch auf der Webseite der Realschule.

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