JuPa-Vorstand trotz mangelnder Wahlbeteiligung hoch motiviert

Der Wunsch der Stadt-jugendpflegerin Karin Hinzpeter- Gläser nach „konstruktiver Zusammenarbeit“ dürfte mit dem neuen Vorstand des Weilheimer Jugendparlaments (JuPa) erfüllt werden. Die neun Mitglieder des frisch gewählten Parlaments zeigten sich bei der Wahl ihrer Vorstände hoch motiviert und in gelöster Stimmung.

Nach der anstrengenden Kandidatensuche für das neue Jugendparlament, die laut Hinzpeter- Gläser „sehr schwer“ war, ist diese Einstellung lobenswert. Wie schwierig die Suche war, zeigt sich an der dezimierten Zahl der Sitze im JuPa: Standen im vergangenen Wahljahr 2006 noch 14 Kandidaten zur Verfügung, waren es heuer nun nur noch elf, sodass das Jugendparlament von elf auf neun Sitze verkleinert werden musste. Es sterben zu lassen, kam für die Stadtjugendpflegerin jedoch nicht in Frage, wollte man doch den wenigen Kandidaten, die sich für die Wahl zur Verfügung stellten, nicht „den Wind aus den Segeln nehmen“ und ihnen die Möglichkeit einer Parlamentsbildung nicht verwehren. Auch die Beteiligung an der Wahl des fünften Weilheimer Jugendparlaments war eher mäßig, es gaben nur 7,63 Prozent der jugendlichen Wahlberechtigten ihre Stimmen ab. Für die Stadtjugendpflegerin ist dies allerdings nicht verwunderlich, sei die JuPa-Wahl doch ein „Spiegelbild der Gesellschaft“, die sich leider durch mangelnde Partizipation am politischen Prozess auszeichne. Das Penzberger JuPa beispielsweise musste sich im Jahr 2007 geschlagen geben, nachdem eine Wahl nicht zustande kam. Nach solch einem Debakel ist es umso erstaunlicher zu beobachten, mit welchem Elan und welcher Freude an politischem Engagement das neue Jugendparlament in Weilheim an die Wahl seines Vorstandes geht. Unter den wachsamen Augen des früheren JuPa-Vorsitzenden Vincenzo Mangano wählte das Parlament seinen neuen ersten Vorsitzenden Michael Bertram, der vom neuen zweiten Vorsitzenden Riccardo Mangano unterstützt wird. Außerdem entschieden sich die elf Jungparlamentarier für Maxim Ostaptschuk als Kassier und wählten Lora Todorova, die sich in Abwesenheit aufstellen ließ, als neue Schriftführerin. Abgesehen von den individuellen Zielen der einzelnen JuPa-Mitglieder hat das junge Parlament noch keine konkreten gemeinsamen Zielsetzungen. Es müsse sich, laut Hinzpeter-Gläser, zunächst durch ein Schulungswochenende zu einem „Team zusammenfinden“. Der JuPa-Vorsitzende Bertram kündigte bereits erste Aktionen an Schulen an. Durch Motto-Partys wollen er und sein Team die Jugendlichen auf die politische Arbeit des JuPas aufmerksam machen. Mit der tatkräftigen Unterstützung und einem „offenen Ohr“ der Stadtjugendpflegerin können die neuen Nachwuchspolitiker nun ihr Händchen für die Arbeit als Parlamentarier beweisen.

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