Simon, Petra und Susanne führen ihre Kälber in der Weilheimer Hochlandhalle zum Sieg

Mit Glocke und Glitzerstaub zur Prüfung

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Die drei Sieger des Aufzuchtwettbewerbs mit ihren Kälbern. V. li.: Simon Oberleitner mit „Monsum“, Martin Stielner mit „Petra“ und Susanne Schwaighofer mit „Mucki“.

Weilheim – Der Vergleich mit einem Schönheitswettbewerb trifft nicht ganz zu. Doch die angehenden LandwirtInnen steckten viel Liebe zum Tier und jede Menge Zeit in die Vorbereitungen für den Kälberaufzuchtwettbewerb, der vor Ostern in der Weilheimer Hochlandhalle stattfand.

An dem Wettbewerb, der abwechselnd von den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Weilheim und Holzkirchen ausgerichtet wird, nahmen 21 Auszubildende des ersten bis dritten Lehrjahres aus den Landkreisen Weilheim-Schongau, Starnberg, Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach teil.

Der Wettbewerb ist zweigeteilt: Bewertet werden die schriftliche Ausarbeitung über die Geburt und Aufzucht eines Kalbes und die Vorführung des Tieres. Zwei Preisrichter beurteilen in den Vorführrunden unter anderem das Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier sowie das Exterieur des Kalbes. Die Auszubildenden kennen ihr Kalb meist von Geburt an, verbringen bei der Fütterung, bei Spaziergängen und der Pflege viel Zeit mit ihm. Im heimischen Stall werden die Kälber auf den entscheidenden Tag vorbereitet. Nach der Meldung bei der Wettbewerbsleitung folgt ein erneutes „Finish“ mit Waschen, Putzen und Striegeln. Dabei gibt es kleine Geheimnisse, die jeder Teilnehmer erst im letzten Moment offenlegt. So kamen diesmal neben dem weiß-blauen Führstrick Glöckchen und Kränze zum Einsatz. Susanne Schwaig- hofer aus Königsdorf hatte ihr Kalb „Mucki“ sogar mit goldfarbenem Glitzerstaub eingepudert.

Die Prüfer Josef Thalhammer und Georg Pischeltsrieder sparten nicht mit Lob, brachten aber auch Kritik an. Als höchstes Lob galten für die Wettbewerbsteilnehmer Beurteilungen wie „ein schönes Kalb“ und „gute Führung“.

Im Finale traten die Besten der Vorrunden erneut gegeneinander an. Sieger wurden Kalb „Monsum“ mit Führer Simon Oberleitner (Unterdarching/Landkreis Miesbach), „Petra“ mit Martin Stielner (Karenhub/Landkreis Miesbach) und „Mucki“ mit Susanne Schwaig- hofer (Wackersberg/Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen).

Der Preis für die Kälber war eine neue Glocke, für die Auszubildenden gab es das Lob „Alles gut gemacht“.

von Georg Müller

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