Schriftstellerin Vea Kaiser zu Gast in der Aula der Schule

Volles Haus im Gymnasium Weilheim

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Vea Kaiser beim Signieren ihrer Bücher.

Weilheim – Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Aula des Gymnasiums Weilheim, als Vea Kaiser vorige Woche aus ihren Büchern las. Die 30-jährige Autorin veröffentlichte bereits drei äußerst erfolgreiche Romane: „Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam“, „Makarionissi oder Die Insel der Seligen“ und „Rückwärtswalzer oder Die Manen der Familie Prischinger“, den letzten erst im März 2019.

Nach einer musikalischen Einstimmung durch die UniqueHorns, eine Gruppe aus vier Musikerinnen (zwei Trompeten, Horn, Posaune), wurden die Zuhörer von zwei Neuntklässlerinnen begrüßt, die sich im Unterricht ausgiebig mit einem von Kaisers Romanen befasst hatten. Dann betrat mit Vea Kaiser eine sympathische und humorvolle Autorin die Bühne, die mit charmantem Wiener Dialekt Auszüge aus ihren Romanen las. Sie lobte die Schüler, denn „die jungen Leute, die interessieren sich für Literatur“, wie man hier in Weilheim besonders sehe. Dann begann sie die Lesung mit einem Teil aus ihrem ersten Roman „Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam“, in dem es um ein kleines Bergdorf namens St. Peter am Anger und um die Geschichte einer Familie geht, die dort lebt. Es folgte ein Auszug aus ihrem zweiten Buch „Makarionissi oder Die Insel der Seligen“, das von einer Familie handelt, deren Wege sich trennen, die später aber wieder zueinander findet. Daraus trug sie unter anderem ein Kapitel mit dem Titel „Die Schönheit und Erotik der deutschen Sprache“ vor – „Das ist der beste Kapiteltitel, den ich jemals geschrieben habe oder schreiben werde“, meinte Kaiser.

Danach ging es mit ihrem dritten und aktuellsten Roman weiter: „Rückwärtswalzer oder Die Manen der Familie Prischinger“. Das Buch erzählt von drei alten Tanten, die zusammen mit ihrem Neffen Lorenz den letzten Wunsch des verstorbenen Onkel Willi erfüllen. Dieser wollte immer in seinem Geburtsland begraben werden. Doch da das Geld für eine legale Überführung fehlt, begeben sich die vier auf eine abenteuerliche Reise – mit Onkel Willis Leiche – im Fiat Panda nach Montenegro.

Nach der Pause gab es – für Erwachsene, aber vor allem auch für Schüler – die Gelegenheit, der Autorin Fragen zu stellen. So erzählte Kaiser auf die Frage, ob sie einer Buchverfilmung zustimmen würde, dass sie dies bereits getan habe. Der Film zu ihrem Roman „Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam“ wird im Sommer 2020 gedreht.

Auf die Frage, ob sie viel recherchiere, antwortete sie, dass sie das im Zeitalter von Google machen müsse. Außerdem „lieben es vor allem pensionierte Deutschlehrer zu überprüfen, ob wirklich alles stimmt!“, meinte Kaiser. Zum Ende lobte sie die Schule noch für die Leseförderung: „Das ist heutzutage wirklich keine Selbstverständlichkeit“.

Von Nicole Heigl

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