Börse der "Kakteenfreunde Oberland" lockt am ersten Maisonntag viel Publikum nach Polling

Stachelige Schönheiten

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Faszination Kaktus. Hier am Stand von Manfred und Rosi Weisbarth fachsimpeln Vereinsangehörige mit österreichischen Kollegen.

Polling – Der Biergarten im Gasthof „Zum Neuwirt“ ist rappelvoll. Gleich am Eingang weist ein Schild (Zwei Stachel, ein Euro) auf eine Tombola hin. Auf Biertischen stehen Kakteen in vielen Größen und Formen. Dazwischen wuseln Kakteenfreun- de von Stand zu Stand.

Es wird geschaut, gefachsimpelt, verkauft und gekauft, neue Bekanntschaften werden geknüpft und alte aufgefrischt. Die jährliche Mai-Kakteenbörse ist wieder in vollem Gange. Die Besucher kommen bis aus Österreich, wie an den Autokennzeichen zu sehen ist. Aus Tirol reist per Bus sogar ein Club mit 17 Mitgliedern an. Angeboten und vorgestellt wurden am vergangenen Sonntag rund 50 verschiedene Kakteengattungen. „Zum Kakteenfreund wird man nicht einfach geboren, man wird regel- recht infiziert. Es beginnt mit einem Kaktus, dann werden es hunderte oder sogar tausende Kakteen“, berichtet der 1. Vorsitzende vom Verein der „Kak- teenfreunde Oberland“. Reinhard Aberl muss es wissen, denn er wurde selbst vor vielen Jahren „infiziert“ und gibt Passion und Wissen weiter. Neulingen hilft er mit Informationen auf die Sprünge. Ursprünglich kommt der Kaktus aus Mexiko und verbreitete sich weltweit, erklärt Aberl. Aktuell bekannt sind etwa 350 Gattungen, einige haben bis zu 300 Unterarten. Mache blühen nur einmal jährlich, andere Kakteen das ganze Jahr über. Die Pflege ist anspruchslos, entscheidend ist nur das „gewusst wie“. 

Die „Kakteenfreunde Oberland“ wurden 1977 im „Dachsbräu“ Weilheim gegründet. Heute ist der Gasthof „Zum Neuwirt“ in Polling das Vereinslokal. Stammtisch ist jeden ersten Freitag im Monat, mit Ausnahme der Monate Januar und August. Die Treffen dienen dem geselligen Austausch und werden mit interessanten Vorträgen belebt. Neue Interessenten sind dabei stets gern gesehen. Sie müssen nicht unbedingt Kakteenliebhaber sein, sollten aber „Pflanzen grundsätzlich mögen“, sagt Aberl. Mehr Informationen gibt es bei den Kakteenfreunden unter Tel. 08153/7969.


Von Georg Müller

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