Materialien für mögliches Mosaik auf dem Marienplatz werden getestet

Kandinskys Revival

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Begutachteten die Probemosaike (v.li.): Ragnhild Thieler, Irene Orecher, Dr. Tobias Güthner und  Florian Lechner. Foto: Gnadl

Weilheim – Sie sollen Schnee und Hitze aushalten, Fahrzeuge, Bühnen und unzählige Fußgänger tragen und dabei auch noch schön aussehen: Die richtigen Mosaiksteine für ein mögliches Kunstwerk in der Fußgängerzone sind gar nicht so einfach zu finden. Sie sollen eine bleibende Erinnerung an das Kandinsky-Bild auf dem Marienplatz von 2008 werden.

„Wir müssen das Projekt im Stadtrat vertreten“, sagte Ragnhild Thieler bei der Begutachtung der zwei verlegten Testmosaike. Daher müsse, bevor tatsächlich ein Kandinsky kommt, genau getestet werden, welches Material den Ansprüchen genügt. „Irene Orecher hat gute Vorarbeit geleistet“, lobte Mitinitiator Florian Lechner. „Viele Materialien scheiden daher schon jetzt aus.“

Neben dem Material sind aber auch die Farben ein Problem. Mit Fliesen könnte zwar die gewünschte Intensität erreicht werden, allerdings wären kleine Zementwürfel robuster. Solche hat Orecher, freischaffende Künstlerin aus Peißenberg, in den letzten Wochen selbst mit Eiswürfelformen hergestellt. Allerdings konnte sie gerade bei den Rottönen nur Ergebnisse in Pastell erzielen. Die benötigten 16 500 Würfel könnte Orecher auch nicht mehr selbst herstellen. Ihre Idee: Sie könnte Platten fertigen lassen und dann zerschneiden.

Ob sechs auf acht Meter oder eine Nummer größer – acht auf zwölf Meter: Welche Ausmaße der Kandinsky haben könnte, steht noch nicht fest. Wo genau das Mosaik schließlich hinkommen soll, ist auch noch unklar. „Je nachdem, wie sich das Museum verwandelt“, hofft Thieler auf einen schönen Platz. „Wenn es draußen wirklich nicht gehen sollte, könnte ich mir das Mosaik auch im Foyer vorstellen.“

Ein Jahr lang müssen zwei verlegte Minimosaike vor dem Stadtmuseum nun allen Umständen trotzen. „Wir sind auf einem langen Weg und wollen Sicherheit, dass es funktioniert“, sagt Lechner. „Das Experiment geht weiter.“

Von Ursula Gnadl

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