Kein Konsens in Sicht – Streitfrage um geeigneten Standort für ein Gewerbegebiet bleibt offen

Seit der Wahl des Stadtrates sind zwei Jahre ins Land gegangen. Der Gewerbeverband Weilheim fragte kürzlich nach, auf welchem Kurs sich das „Schiff Weilheim“ vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht nach der Finanzkrise befindet.

Dazu formulierte Hans-Georg Geist, Vorsitzender des Gewerbeverbandes Weilheim, Fragen, die die Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates Klaus Gast (CSU), Alfred Honisch (Grüne-UVW-FDP), Gerhard Trautinger (SPD) und Dr. Norbert Vidal (BfW) zu beantworten hatten. Bei der Frage, in welchen Bereichen Weilheim seit den letzten beiden Jahren Fortschritte gemacht habe, führten die Redner einheitlich vor allem die Tatsache an, dass Weilheim mittlerweile als attraktiver Schulstandort zu betrachten sei, allen voran mit den Oberlandschulen, dem Projekt des Wirtschaftsgymnasiums und der sich noch im Aufbau befindenden Fachhochschule. Streitpunkte förderte jedoch die Frage nach Weilheims Defiziten zu Tage. Schnell avancierte das Thema eines attraktiven Standortes für ein Gewerbegebiet zum großen Diksussionspunkt des Abends. Gast plädierte dafür, die bereits vorhandenen Flächen in der Eichtweide dafür zu nutzen, die die Stadt „ja bereits vor Jahren eben zu diesem Zweck erworben hat“. Trautinger machte dabei aufmerksam, dass die Infrastruktur in diesem Gebiet nicht ausreichend sei. Zu viel müsste die Stadt dafür investieren. In Honisch konnte Gast ebenso keinen Mitstreiter finden. Dieser war der Meinung, dass Gewerbeflächen „dort genutzt werden sollen, wo sich welche anbieten wie zum Beispiel rund um Zarges“. Zudem wies er darauf hin, dass in Weilheim 22 Hektar Altlasten und Verdachtsflächen vorhanden seien. Noch deutlicher sprach sich Vidal gegen die Eichtweide als Gewerbegebiet aus. Zu groß sei die Gefahr eines Hochwasserschadens. Zu Wort meldete sich ebenso Florian Lipp, Vorsitzender des Standortförderungsvereines. Da ein Konsens der Parteien nicht absehbar schien, wies er besorgt darauf hin, dass attraktive IT-Unternehmen oder dergleichen nur dann kämen, wenn ausreichend geeignete Flächen für solche da wären. In diesem Zusammenhang kritisierte Trautinger, dass erschwinglicher Wohnraum zu knapp sei. Dies sei auch mit ein Grund, warum sich größere Unternehmen nicht ansiedeln könnten, da die Arbeiter nicht am Standort wohnen könnten

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