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Grundschule Pähl lebt Respekt

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Zufriedene Mienen zeigten Lehrer und Elternbeiräte bei der Schildmontage „Respekt – Kein Platz für Rassismus“ an der Pähler Grundschule. Unser Bild zeigt hinter den Kids (v.li.) Michaela Schuster, Nina Stögbauer, Thomas Dormeyer, Alexandra Krämer, Elli Walter, Blanka Maschek, Landrätin Andrea Jochner-Weiß und „Respekt-Botschafter“ Wacky Hain. © Dieter Roettig

Pähl – Unübersehbar prangt das Wort „Respekt“ in riesigen Aluminium-Buchstaben am Pausenhofzaun der Pähler Grundschule in der Kirchenstraße. Einheimische wissen, was damit gemeint ist: Die Schule bemüht sich erfolgreich, bereits den Kleinsten die Bedeutung des Wortes zu erschließen, um respektvoll und wertschätzend miteinander umzugehen.

Das bezieht sich nicht nur auf den engsten Kreis in Schule oder Familie, sondern auch auf Fremde und hier ganz speziell auf Migranten. Ein Anliegen, das der Pähler „Respekt-Botschafter“ Walter Hain jetzt für alle sichtbar visualisiert hat: Am Eingang zur Schule wurde das Schild „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ angebracht.

Montiert wurde es von Landrätin Andrea Jochner-Weiß, die die Initiative der IG Metall erzieherisch sehr gut befindet. Sie bedankte sich bei Walter „Wacky“ Hain, der zusammen mit Schulleiterin Blanka Maschek immer wieder Aktionen rund um das Wort „Respekt“ organisiert. Dass die Schild-Montage ausgerechnet auf den „Tag der Menschenrechte“ fiel, sah die Landrätin als positives Omen.

Bevor die großen Aluminium-Buchstaben am Zaun montiert wurden, haben die Schülerinnen und Schüler mit wasserfesten Buntstiften ihre Gedanken zu „Respekt“ darauf festgehalten. Eine andere Aktion hieß „Drei Nüsse für Aschenbrödel“. Hier bekamen die Kids drei Nüsse, die sie in verdeckte Glasröhren mit den Themen Sport, Natur, Freundschaft, Gemeinschaft und Handy & Telekommunikation werfen mussten. Die Auswertung zeigte eindeutig die Reihenfolge Natur, Freundschaft und Gemeinschaft.

Zum Flüchtlingsthema gab es einen Malwettbewerb mit attraktiven Preisen und beim Thema Müll – und speziell Plastikmüll – waren die Kinder beim jährlichen „Ramadama“ mit Eifer dabei.

Hain erklärte: „Solche Aktionen sollen die Schülerinnen und Schüler wieder zu den Grundwerten, wie Gemeinschaft, Zuverlässigkeit, Freundschaft und Verantwortung dem anderen gegenüber führen. Respekt, Ehrlichkeit und Fairness sind Schlagworte, die man leben muss!“

Schulleiterin Blanka Maschek gab einen ergänzenden Einblick in den Pähler Schulalltag. So herrschen hier demokratische Grundsätze wie mit einem Schülerrat. Regelmäßig fänden hier Schulversammlungen statt, in denen die Schüler das Wort haben, ihre Wünsche äußern und Konflikte klären können. Dazu die Schulleiterin: „Wir sind überzeugt, wer als Kind gelernt hat, anderen mit Respekt zu begegnen, wird das auch als Erwachsener tun.“

Dem stimmten die Lehrkräfte, Elternbeiräte und auch die Mädchen und Buben zu, die bei der Montage des Schildes durch Landrätin Jochner-Weiß dabei waren.

Von Dieter Roettig

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