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Kein Verlust für das Gesundheitsamt Weilheim-Schongau

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Von: Stephanie Novy

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Corona-Warn-App und luca App
Bayern wird die Lizenz für die luca App nicht verlängern. Die Corona-Warn-App des RKI wird dafür weiter ausgebaut. © Novy

Region – Schluss. Aus. Vorbei. Der Freistaat Bayern hat diese Woche beschlossen, die Lizenz für die luca App zur Rückverfolgung von Corona-Kontakten nicht zu erneuern. Für das Gesundheitsamt des Landkreises Weilheim-Schongau, wie auch für viele andere, scheint das kein großer Verlust zu sein.

Das Gesundheits- und das Digitalministerium bestätigten am vergangenen Dienstag, dass Bayern die Lizenz zum 5. April auslaufen lassen wird. Stattdessen wolle man auf eine anonymisierte Kontaktverfolgung und die Weiterentwicklung der Corona-Warn-App setzen. Als Grund nannten die Ministerien, „die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante, die eine individualisierte Nachverfolgung von Kontaktpersonen durch die Gesundheitsämter deutlich erschwert“. Eine Kontaktdatenerfassung per luca App sei deshalb nicht mehr praktikabel, so die Meinung der Ministerien. Für das Gesundheitsamt Weilheim-Schongau dürfte das keinerlei Auswirkungen für die tägliche Arbeit haben. Auf Nachfrage des Kreisboten bestätigt das Landratsamt, dass die Daten der luca App zur Kontaktnachverfolgung bisher gar nicht genutzt wurden. Schriftlich heißt es: „Die App wurde ausschließlich für Veranstalter entwickelt und ist in der alltäglichen Infektionsketten-Verfolgung für das Gesundheitsamt nicht praktikabel.“ Von anderen Gesundheitsämtern in Bayern vernimmt man ähnliche Reaktionen.

„Auf der Grundlage einer genauen Nutzenbewertung haben wir uns entschlossen, nach Auslaufen des Nutzungsvertrags der luca App diesen nicht zu verlängern“, war dann auch das Fazit von Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Weitere Bundesländer prüfen derzeit ebenfalls, ob sie ihre Lizenzen verlängern.

Es rückt also wieder deutlich die Corona-Warn-App in den Fokus. Diese, so Holetschek, „stärkt die in der aktuellen OmikronWelle mit hohen Infektionsraten besonders wichtige Eigenverantwortung jedes Einzelnen, denn sie versetzt die Nutzer in die Lage, sich unverzüglich selbst wirksam zu schützen und andere zu warnen“. Deshalb werde die App stetig weiter ausgebaut. Der Bund hat deren Weiterentwicklung grundsätzlich zugesagt. Das Bayerische Gesundheitsministerium hat dabei gefordert, die App speziell auch zur Unterstützung der Gesundheitsämter weiterzuentwickeln sowie den Nutzern konkretere Informationen zu Ort und Zeitpunkt der Risikokontakte zur Verfügung zu stellen.

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