"Wir warten noch ab"

Kein Wiedereröffnungstermin für das Peißenberger Bergbaumuseum in Aussicht

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Die Einfahrt in das Erlebnisbergwerk – so wie hier bei der Einweihung im Jahr 2014 – ist derzeit aufgrund der Corona-Krise nicht möglich.

Peißenberg – Aufgrund des Corona-Lockdowns im März musste auch das Peißenberger Bergbaumuseum am Tiefstollen geschlossen werden. Eine konkrete Perspektive zur Wiedereröffnung gibt es bislang noch nicht. Das Problem: Vor allem im Erlebnisbergwerk, in das die Besucher rund 100 Meter mit einer Bockerlbahn einfahren können, lassen sich die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln kaum einhalten.

„Etwas kontrolliert wieder aufzumachen“, erklärt Rathaus-Hauptamtsleiter Johannes Pfleger, „ist erheblich schwieriger als etwas zuzusperren.“ Und das gilt eben speziell für das Erlebnisbergwerk. Zurück ans Tageslicht geht es nämlich nicht mit der Bahn, sondern zu Fuß über ein enges Stollensystem und die noch engere Sprengkammer. Dort die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten ist laut Pfleger nicht möglich: „Darauf hat uns auch das zuständige Bergamt hingewiesen.“ Die Rathausverwaltung hat sich deshalb dazu entschlossen, das Museum vorerst geschlossen zu halten – auch das Hauptgebäude und die Exponatenhalle. Zu den Problemen mit den Hygienevorschriften kommt nämlich noch der Umstand, dass die Altersstruktur der Museumsführer relativ hoch ist. „Die Führer gehören zur Risikogruppe“, erklärt Pfleger. Und nur auf Audioguides zu setzen, das wollte man auch nicht.

Unter der Woche haben sich die Bergbaumuseumsfreunde zu einer Vorstandssitzung getroffen, um die schwierige Lage zu besprechen. Der Verein, der die Führungen organisiert und sich auch sonst um den Betrieb des Museums kümmert, bekommt viele Anfragen, wann die Einrichtung wieder geöffnet wird. Doch noch haben die Museumsfreunde „keinen festen Plan“, wie Vereinsvorsitzender Alexander Ehle auf Nachfrage bestätigt: „Wir warten noch ab. Die Vorgaben ändern sich ja fast täglich.“

Wenn der Verein ein Hygienekonzept vorlegt, dann wird sich die Rathausverwaltung nach Auskunft Pflegers nicht gegen eine schrittweise Öffnung des Museums wehren: „Irgendwann muss es ja wieder losgehen“, so der Hauptamtsleiter.

Von Bernhard Jepsen

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