Keine freien Räume mehr – FOS/BOS rechnet mit großem Schülerzustrom

Dass die räumlichen Zustände in den Schulen nicht immer optimal sind, wissen die Mitglieder des Schulausschusses. Doch wie prekär die Lage in der Weilheimer FOS/BOS tatsächlich ist, verdeutlichte Schulleiter Peter Ziller dem Ausschuss kürzlich im Beruflichen Schulzentrum Schongau.

„Das stemmen wir nicht mehr“, sagte Oberstudiendirektor Peter Ziller zu den nach Schongau gekommenen Kreisräten und zeigte auf, wie ernst die Lage ist: Allein in den letzten zwei Jahren stieg die Schülerzahl an der FOS/BOS um 25 Prozent. Für das kommende Schuljahr ist mit einem weiteren starken Schülerzuwachs zu rechnen. Zu beobachten sei dies nicht nur in Weilheim: „Statt den erwarteten 50000 liegen die tatsächlichen Zahlen bei 60000 Schülern bayernweit“, rechnete Ziller vor. Die Gründe lägen auf der Hand: Nach der Einführung des G8 und den damit verbunden Negativschlagzeilen, sowie dem „desaströsen Schulmanagement“ der Staatsregierung in dieser Angelegenheit entscheiden sich viele Schüler, einen anderen Weg zu gehen und versuchen über die FOS/ BOS die Hochschulreife zu erlangen. 40 Prozent mehr Schüler als geplant haben sich an der Weilheimer Schule bisher eingeschrieben. Doch der Platz für deren Unterrichtung ist nicht vorhanden. „Den haben wir nicht“, klagte Ziller mit gerunzelter Stirn. Man habe inzwischen alle Möglichkeiten, weiteren Raum zu schaffen, ausgeschöpft, so der Schulleiter. Die FOS/BOS verfügt über 16 normale und zwei kleinere Klassenzimmer. Insgesamt wären aber 20 Räume erforderlich – und für das kommende Schuljahr sogar 23. Doch einen Silberstreif am Horizont gibt es: Auf den erst im Jahre 2002 errichteten Erweiterungsbau könnte ein weiteres Stockwerk gesetzt werden, wie Architekt Burkhard Kielau vom Landratsamt darlegte. Gut 200 Quadratmeter stünden somit zusätzlich zur Verfügung; Platz für zwei große Klassenzimmer und einen kleineren Schulungsraum. Doch es ist Eile geboten, soll das neue Schuljahr nicht im Desaster enden. Dem Beschlussvorschlag von Landrat Dr. Friedrich Zeller, die Verwaltung möge sehr rasch eine grobe Vorplanung erstellen, kam das Gremium einstimmig nach. Die voraussichtlichen Kosten werden auf 300000 bis 350000 Euro geschätzt.

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