Keine Hoffnung für Call-Center

Seit mehreren Monaten engagierten sich Politiker, Arbeitnehmerverbände und Telekom-Beschäftigte des Call-Centers in Weilheim. Ihr Ziel: Die für das Jahr 2009 geplante Schließung zu verhindern. Vergebens. Eine Kommission, bestehend aus Telekom- und Arbeitnehmervertretern, die ver- gangene Woche tagte, konnte das Aus für den Standort Weilheim nicht mehr verhindern. Dafür für andere.

„Die Einigung der Schiedskommission ist lediglich ein Pflaster auf die Wunde“, sagte Betriebsrätin Anni Eiler. Ursprünglich sollte das Weilheimer Call-Center im nächsten Jahr geschlossen werden, die Angestellten nach Kempten pendeln. Die Schließung sei nun bis Anfang des Jahres 2010 aufgeschoben, sagte Eiler. Zwar könnten die Beschäftigten bei der Telekom-Tochter Vivento Customer Services GmbH in München unterkommen. Das bedeute aber ebenfalls das Aus für den Standort Weilheim. „Wenn viele Angestellten nach München gehen und wenige in Weilheim bleiben, könnte die Telekom das Call-Center sogar noch vor 2010 schließen“, befürchtet sie. Genaue Details werde es Ende Dezember geben. Ob das Call-Center wirklich erst 2010 geschlossen wird, ist nicht sicher. „Es hat sich nichts an den bisherigen Plänen geändert. Die Stellen werden nach Kempten verlegt. Das Call-Center wird im Jahr 2009 geschlossen“, sagte Telekomsprecher Udo Habers. „Ich bin absolut enttäuscht“, reagierte Eiler darauf. Von den deutschlandweit ursprünglich 39 Call-Centern, die von der Telekom geschlossen werden, bleiben nun neun bestehen. Weilheim jedoch nicht, die Bemühungen waren vergebens. Allen, die sich bei den Montagsdemos für den Standort Weilheim ausgesprochen hatten, wird am Donnerstag, 4. Dezember, mit einem Umtrunk um 17 Uhr im Mehrgenerationenhaus, Waisenhausstraße 1, in Weilheim gedankt.

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