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Norovirus ist zurück

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Eine Erfahrung, auf die man verzichten kann: Zwölf bis 60 Stunden lang kann siche eine Infektion mit dem Noro-Virus hinziehen. © www.JenaFoto24.de/pixelio.de

Landkreis - Alle Jahre wieder, so ließe sich sagen, bergen die kalten Herbst- und Wintertage neben vorweihnachtlicher Besinnlichkeit auch ein eher unangenehmes Problem: Das Gesundheitsamt verzeichnet wieder vermehrt Fälle von plötzlichem Erbrechen - häufig ein Zeichen für eine Infektion mit dem Norovirus.

„In den letzten Wochen wurde uns eine Vielzahl bestätigter Norovirus-Infektionen gemeldet“, weiß Dr. Karl Breu. Er ist Leiter des Gesundheitsamtes im Landratsamt Weilheim-Schongau. „Bei einer großen Dunkelziffer sind mehrere Hundert Bürger erkrankt, die vereinzelt sogar in den Krankenhäusern behandelt werden.“ In den letzten Novemberwochen kam es in mehreren Gemeinschaftseinrichtungen, zum Beispiel in einem Weilheimer Altenheim, Schongauer und Peitinger Kindergärten sowie einer Grundschule in Penzberg, zu Infektionen und meist kurzen, dafür aber heftigen, Magen-Darm Erkrankungen.

Die Symptome sind unangenehm, bei gesunden Menschen aber nicht lebensbedrohend. In aller Regel kommt es zu großer Übelkeit, starkem Erbrechen, Bauchkrämpfen, Durchfällen und Kreislaufbeschwerden. Fieber tritt selten auf. Normalerweise sind die Beschwerden nach zwölf bis 60 Stunden abgeklungen. „Aufzupassen gilt es aber bei kleinen Kindern und älteren Menschen, wenn durch Erbrechen und Durchfall viel Flüssigkeit und Salze verloren gehen“, warnt Dr. Breu. Bei schweren Krankheitsverläufen sei frühzeitig der Hausarzt zu konsultieren. Die Erkrankten sollten Bettruhe einhalten und ausreichend Flüssigkeit (Tee oder Wasser) trinken. Wichtig sei es, den Erkrankten in der akuten Phase von Mitmenschen fernzuhalten.

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Dr. Karl Breu, Leiter des Gesundheitsamtes im Landratsamt, mahnt verstärkte Hygiene an. © FKN

Wie lässt sich einer Erkrankung vorbeugen? Noroviren können sich nicht selbst vermehren und sind deshalb auf menschliche Zellen angewiesen. Allerdings zeigen sie sich sehr widerstandsfähig und bleiben in der Umwelt über Tage ansteckungsfähig. Dr. Breu rät deshalb: „Das A und O, um sich und andere gegen eine Ansteckung zu schützen, ist die Vermeidung direkten Kontakts zu Erkrankten und gründliches Händewaschen“. Das Virus werde entweder durch Stuhl und Erbrochenes übertragen oder indirekt durch das Berühren verschmutzter Flächen wie Türklinken, WCs oder Waschbecken. Da Viren noch tagelang ausgeschieden werden, sind Hygienemaßnahmen auch dann einzuhalten, wenn die Beschwerden bereits abgeklungen sind. Das sei auch deshalb so wichtig, weil es keine medikamentöse Behandlung oder vorbeugende Impfung gibt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Gesundheitsamtes im Landratsamt Weilheim-Schongau unter www.weilheim-schongau.de. „Darüber hinaus stehen Ihnen die Ärzte des Gesundheitsamtes unter der Telefonnummer 0881/6811600 gerne zur Verfügung“, so Dr. Breu.

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