Auch ein ambulantes/teilstationäres Kinderhospiz ist in Polling geplant

Hospiz soll noch größer werden

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Planen Großes (v.li.): Steffen Röger, Geschäftsführer des Hospizvereins; Architekt Thomas Grubert, Vorsitzende Renate Dodell und Christine Bronner, geschäftsführender Vorstand AKM. Übrigens soll das Kinderhospiz „Haus Anna“ heißen, womit ein Versprechen eingelöst wird, das Bronner einer von ihr betreuten Jugendlichen am Sterbebett gegeben hat.

Polling – Politik und Krankenkassen sind sich schon einig: Das geplante ambulante/teilstationäre Kinderhospiz, das der Hospizverein im Pfaffenwinkel zusammen mit der Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München (AKM) plant, ist ein Pilotprojekt, das verwirklicht werden soll.

Zumal es bislang nur zwei vergleichbare Einrichtungen in ganz Deutschland gibt. Und auch das Kloster nennt das Hospiz einen Glücksfall und unterstützt die Aus- und Anbaupläne mit Nachdruck, wie Oberin Schwester Raphaela betont. Nun wollen die Initiatoren in einem ganz offenen Dialog mit Gemeinde und Anwohnern die Idee wachsen lassen. „Wir haben noch keinen Bauantrag gestellt, es gibt nur Entwürfe“, so die Hospizvereinsvorsitzende Renate Dodell. „Wir wollen das Projekt in der Bürgerversammlung, die in Kürze stattfindet (Anm.d.Red.: Donnerstag, 25. Juli, 19 Uhr, Tiefenbachhalle), vorstellen und zu einer einvernehmlichen Lösung mit allen Beteiligten kommen!“

Der Penzberger Architekt Thomas Grubert hat erste Entwürfe angefertigt, die bislang nur die Kubatur zeigen – und diese entspricht im Wesentlichen dem Urkataster von 1810. „Wir wollen in dem Anbau allerdings vier Ebenen verwirklichen, da der Altbau ja extrem hohe Räume hat, so dass wir auf gleicher Bauhöhe ein Stockwerk mehr unterbringen können“, so Grubert. So könnten völlig getrennt zwei Ebenen für das Hospiz und zwei für das ambulante/teilstationäre Kinderhospiz verwirklicht werden, was eine konkrete Vorgabe des Raumplans ist. Auch würden die Hospizzimmer den heute geforderten Ansprüchen gerecht werden, da es für die bestehenden nur einen Bestandsschutz bis in die 2030er Jahre gibt. Im jetzt genutzten Hospizbereich kämen der ambulante Hospizdienst, Verwaltungsräume, Hauswirtschafts- und Aufenthaltsbereich unter.

Von Bianca R. Heigl

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