"Kirchgang muss gebührenfrei sein" – CSU- und BfW-Stadträte wollen Parkgebühren neu regeln

Wer keinen Parkschein hat spart sich mit Glück ein paar Euro. Für den, der von der Kommunalen Verkehrsüberwachung erwischt wird, wird’s allerdings teuer. Foto: Wäspi

Die Diskussion um die Parkgebühren in Weilheim könnte zur „Unendlichen Geschichte“ werden. In der jüngsten Stadtratssitzung wurde das Thema in zwei Dringlichkeitsanträgen erneut auf den Tisch gebracht.

„Der sonntägliche Kirchgang muss gebührenfrei sein“, fordert Klaus Gast (CSU) im Namen seiner Fraktion. Es sei „befremdlich“, dass Gottesdienst- besucher für die Dauer des Gottesdienstes Parkgebühren in der innerstädtischen Parkgarage bezahlen müssen. Problematisch sei, dass auch Innenstadtbewohner nun erst ab 20 Uhr gebührenfrei parken können. Am Feierabend, zwischen 18 Uhr und 20 Uhr müssen sie zahlen. „In jeder Stadt mit vernünftiger Park-gebührenregelung gibt es Parkausweise für Anwohner“, so der CSU-Fraktionssprecher. Dieser Meinung sind auch die Bürger für Weilheim, die ebenfalls die Neuregelung der Parkgebühren beantragten und forderten, für die Anwohner der Altstadt und der Oberen Stadt Parkausweise auszustellen, die zum kostenfreien Parken vor ihren Wohnungen werktags ab 18 Uhr und samstags ab 14 Uhr berechtigen. Michel Lorbacher (SPD) wandte ein, dass eine Dringlichkeit bei beiden Anträgen nicht gegeben sei. Mit beiden Vorschlägen solle man wie üblich verfahren und das Thema im Hauptausschuss vorberaten. „Dann können wir in Ruhe abwägen und anschließend in der nächsten regulären Sitzung Ende Februar darüber entscheiden“, schlug Lorbacher vor und stieß damit weitgehend auf Zustimmung. Bis dahin heißt es für Anwohner und Kirchgänger weiterhin: Zahlen oder es auf ein „Knöllchen“ ankommen lassen.

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