Klimafrühlingsmarkt lockt viele Menschen in die Murnauer Fußgängerzone

Ein Füllhorn für den Umweltschutz

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Ingrid Geiersberger (mitte) erklärt, wie man Samen für Blumenwiesen selber machen kann.

Murnau – Franz Windirsch lässt sich eine Tasse Kaffee schmecken und schaut zufrieden auf die Menschen, die zum „Klimafrühlingsmarkt“ in die Murnauer Fußgängerzone strömen: „Die Mühe hat sich gelohnt. Die Leute nehmen unser Angebot an.“

Der „Klimafrühlingsmarkt“ ist eine Kooperation der Gemeindewerke Murnau, des Murnauer Wirtschaftsfördervereines und der Initiative „Murnau Miteinander“. „Unser Ziel war es, die Menschen für Umwelt- und Klimaschutz zu sensibilisieren und ihnen dabei zu zeigen, wieviele nachhaltig produzierte Waren aus unserer Region es in den Murnauer Geschäften bereits zu kaufen gibt“, so Windirsch, stellvertretend für das Organisationsteam.

Vom Griesbräu im Obermarkt bis hinunter zum Angerbräu im Untermarkt reihten sich die Stände aneinander. Die Passanten nutzten jede Infogelegenheit. Den Umweltreferenten in der Gemeindeverwaltung, Philipp Zehnder, durfte man zu Fragen der E-Mobilität löchern und es gab E-Bikes und Elektroautos zu sehen. Der Leiter der Gemeindewerke, Karl Steingruber, informierte über das Murnauer Trinkwasser.

Ein paar Meter weiter nördlich zeigte sich, dass eine gute Sache immer noch ein Stückchen zu verbessern ist. In Murnau werden die Blumenwiesensamen, die etwa vom Verschönerungsverein angeboten werden, immer beliebter. Die bunten Blumenecken auf den damit besäten Grünflächen sind eine Augenweide und hervorragende Insektenoasen. Es geht aber noch besser, sagt Ingrid Geiersberger von der Initiative „Murnauer Miteinander“ (Team Ökologie, Nachhaltigkeit und Energie). Sie rät, das Samenmaterial nicht einfach im Handel zu kaufen, sondern selber herzustellen. Dazu braucht es nämlich nur ein paar Arme voller heimischem Magerwiesen-Heu. Die Blumen- und Grassamen lassen sich daraus leicht heraussieben.

Die jüngere Generation war beim „Klimafrühlingsmarkt“ mit fundiertem Wissen aktiv. Vor dem Rathaus hatten die zehnjährige Vanessa und ihre Kameradinnen von der Christoph-Probst-Mittelschule einen Parcours zum Plastiksparen angelegt. Außerdem gaben die Mädchen Tipps, wie man Seifen, Körperlotions und Peelings selber machen kann.

Das Fazit nach diesem Frühlingssamstag: Windirsch, Angelika Rebholz, Guntram Gattner und ihre Mitstreiter hatten Recht, als sie ein großes Familienfest ankündigten. Jeder, der gekommen war, trug ein Füllhorn mit Anregungen zum Klima- und Umweltschutz nach Hause.

Von Günter Bitala

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