»Uns läuft die Zeit davon«

Globaler Klimastreik: In Weilheim fordern Aktivisten ein schnelles Handeln

Menschen beim Streiken
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Mehrere Aktivisten haben beim Klimastreik in Weilheim ihre Stimme erhoben. Die lauteste war die eines kleinen Mädchens.

Weilheim – „Kein Grad weiter!“ Das war das Motto des sechsten globalen Klimastreiks. Auch in Weilheim hat die Fridays for Future-Bewegung zur Demonstration auf dem Kirchplatz aufgerufen. Trotz eisigem Wind und wolkenverhangenem Himmel folgten rund 70 bis 80 Personen dem Ruf.

Die letzten Monate war das bestimmende Thema die Corona-Krise. Doch mit dem Klimastreik sollten Umwelt-, Natur- und Klimaschutz wieder in Erinnerung gerufen werden. Dafür haben in Weilheim mehrere Aktivisten ihre Stimme erhoben. Die lauteste gehörte einem kleinen Mädchen. Als der Sprechgesang „Kohlekonzerne“ angestimmt wurde, übertönte ein Mädchen im gelben Regenmantel sämtliche Anwesenden. Kurzerhand wurde sie ans Mikrofon geholt und übernahm dort das Zepter.

Mit etwas weniger Lautstärke, aber dafür genauso bestimmt und deutlich meldete sich auch die Schülerin Aurelia, eine Fridays for Future-Aktivistin, zu Wort. „Corona hat uns erwischt wie eine Dampflok.“ Dennoch fand sie es „stark“, wie die Bevölkerung damit umgegangen sei. Ihrer Meinung nach ermöglichen Einschränkungen Freiheit. Das gelte auch für den Klimaschutz.

Michael Schröder-Schulze von der „Bürgerlobby Klimaschutz ergänzte, dass es Zeit sei „den öffentlichen Druck wieder aufzubauen.“ In den letzten zwei Jahren sei damit schon viel bewirkt worden. Die Fridays for Future-Aktivistin Teresa warb ebenfalls für schnelles Handeln. „Uns läuft die Zeit davon.“ Es gebe viele Völker auf der Erde, die die Natur schützen; nur so viel nehmen, wie sie brauchen und auch wieder etwas zurückgeben würden. „Wir zerstören unsere eigene Lebensgrundlage“, sagte sie allerdings vor allem über westliche Gesellschaften. Es hätte einen Zeitpunkt gegeben, da „begannen wir mehr zu wollen als wir brauchen.“ Teresa machte deutlich, dass es nun ihre Generation ist, die das wieder in Ordnung bringen muss. „Wir sind fast noch Kinder. Trotzdem können wir den Wandel schaffen. Nein, wir müssen.“

Klimastreik in Weilheim

Streikende bei Demo
In Weilheim wurde für den Klimaschutz gestreikt. © Novy
Streikende bei Demo
In Weilheim wurde für den Klimaschutz gestreikt. © Novy
Streikende bei Demo
In Weilheim wurde für den Klimaschutz gestreikt. © Novy
Streikende bei Demo
In Weilheim wurde für den Klimaschutz gestreikt. © Novy
Streikende bei Demo
In Weilheim wurde für den Klimaschutz gestreikt. © Novy
Streikende bei Demo
In Weilheim wurde für den Klimaschutz gestreikt. © Novy
Streikende bei Demo
In Weilheim wurde für den Klimaschutz gestreikt. © Novy
Streikende bei Demo
In Weilheim wurde für den Klimaschutz gestreikt. © Novy
Streikende bei Demo
In Weilheim wurde für den Klimaschutz gestreikt. © Novy
Streikende bei Demo
In Weilheim wurde für den Klimaschutz gestreikt. © Novy
Streikende bei Demo
In Weilheim wurde für den Klimaschutz gestreikt. © Novy
Streikende bei Demo
In Weilheim wurde für den Klimaschutz gestreikt. © Novy
Streikende bei Demo
In Weilheim wurde für den Klimaschutz gestreikt. © Novy
Streikende bei Demo
In Weilheim wurde für den Klimaschutz gestreikt. © Novy

Norbert Moy von Pro Bahn bestärkte die Aktivisten in seiner Rede, nicht locker zu lassen. „Bleibt ungeduldig mit den berufsmäßigen Bedenkenträgern.“ Ein bisschen mehr reiche nicht: „Wir brauchen eine Verkehrswende, eine komplette Umstellung.“ Moy schloss seine Rede mit: „Ihr müsst nicht auf alle Fragen und Probleme eine Antwort mitbringen. Diejenigen, die das verbockt haben, müssen Antworten bringen.“

Wie auch schon zu Beginn des Klimastreiks spielte am Ende Aktivist Jacob mit seiner E-Gitarre für die Anwesenden. Mit seinen selbstgeschriebenen Songs warb er für den Klimaschutz.

Von Stephanie Novy

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