Eigenständige Abteilung für Weilheimer Klinik

Unfallchirurgie wird ausgebaut

+
Mit medizinischer Rundumversorgung punkten: Michael Limbrunner, BRK; Thomas Lippmann, Krankenhaus GmbH; Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Andreas Knez und Chefarzt Dr. Reinhold Lang (v.li.) mit einem Patienten im Schockraum.

Weilheim – Die Klinik in der Kreisstadt rüstet weiter auf: Bis zum März 2015 wird in Weilheim eine eigenständige unfallchirurgische Abteilung mit Chefarzt und Ärzteteam installiert, die den Patienten rund um die Uhr zur Verfügung stehen soll.

„Die Weil­heimer Unfallchirurgie braucht einen verantwortlichen Chef vor Ort. Wir müssen Gesicht zeigen, um besser wahrgenommen zu werden“, begründete Geschäftsführer Thomas Lippmann die Neuausrichtung der Krankenhaus GmbH. Niedergelassene Ärzte sowie Rettungsdienste hätten dies wiederholt angemahnt. Bislang wird die Weilheimer Unfallchirurgie vom Ärztlichen Direktor der Klinik Schongau, Dr. Ruprecht Frhr. v. Welser, in Personalunion geleitet. V. Welser wird nächstes Jahr in den Ruhestand wechseln. „Er hat außerordentliche Arbeit geleistet“, dankte ihm Lippmann. 

Die Bevölkerung werde in Weilheim von der optimierten Notfallversorgung profitieren, stellte der GmbH-Geschäftsführer in Aussicht. Passiert in der Region ein Unfall, sollten die Rettungsdienste die Patienten künftig verstärkt nach Weilheim transportieren. In Konkurrenz zur Unfallklinik Murnau und zu den Belegärzten wolle man nicht stehen, wurde bei dem Pressegespräch betont. Besonderes Augenmerk werde vielmehr auf eine „enge Verzahnung“ mit den niedergelassenen Orthopäden und weiteren Fachärzten gelegt. 

Neben unfallchirurgischen Leistungen wird der neue Chefarzt mit seinem drei- bis vierköpfigen Team spezielle Eingriffe anbieten. Die Ausstattung und ein gut geschultes Personal seien vorhanden, bestätigte Prof. Dr. Andreas Knez, Ärztlicher Direktor in Weilheim. Auch BRK-Rettungsdienstleiter Michael Limbrunner hält eine „vernünftige unfallchirurgische Versorgung am Mittelzentrum Weilheim“ für geboten, um lange Krankentransporte und Folgeverlegungen zu vermeiden. 

Die meisten Unfälle passieren übrigens im häuslichen Umfeld. Im vergangenen Jahr wandten sich 12 000 Bürger hilfesuchend an die Weilheimer Notfallambulanz.

Maria Hofstetter

Auch interessant

Meistgelesen

Oberstadtlerfest in Bildern
Oberstadtlerfest in Bildern
Großer Bahnhof für ein "Riesenbaby"
Großer Bahnhof für ein "Riesenbaby"
31-Jähriger niedergestochen: Täter auf der Flucht
31-Jähriger niedergestochen: Täter auf der Flucht
Bauland wird immer teurer
Bauland wird immer teurer

Kommentare