Klostergut Wessobrunn: Arbeitskreis stellt Fahrplan für weitere Schritte vor

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Mit der Zukunft des Klostergutes befasste sich der Wessobrunner Gemeinderat.

Wessobrunn – Wie geht es weiter mit dem Klostergut am nördlichen Ortsrand von Wessobrunn ? Damit beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.

Zunächst sorgte Bürgermeister Georg Guggemos für eine Klarstellung, was die Eigentumsfrage angeht, nachdem es darüber widersprüchliche Aussagen gegeben hatte. „Der Notarvertrag über den Kauf wurde bereits im Oktober 2018 unterzeichnet, nur der Eintrag ins Grundbuch war noch nicht erfolgt, wegen eines Leitungsrechts“, erläuterte Guggemos. Letzteres hat sich in der Zwischenzeit geklärt.

„Alle Rangrücktrittserklärungen sind erfolgt, damit ist die Gemeinde seit 7. Juli diesen Jahres im Grundbuch eingetragen“, sagte Guggemos. Zum Klostergut selbst bildete sich in der Zwischenzeit eine Arbeitsgruppe aus Erwin Köhler, Martin Krenner, Franz und Stefan Erhard sowie Michael Geburek, der den Rat über die zwei Treffen der Gruppe informierte. Dabei wurde unter anderem über die Zahlen, wie die Nebenkostenabrechnungen, gesprochen. Aber auch Rauchmelder oder ein Energiepass für die Gebäude wurden thematisiert. „Gegenwärtig liegen die Fixkosten über den Einnahmen“, führte Geburek aus.

Der Arbeitskreis erstellte zudem einen „Fahrplan“, wie es mit dem Klostergut weitergehen soll. Der sieht unter anderem die Datenerhebung aller Verträge über Stellflächen und Räumlichkeiten vor. Zudem ist eine Veranstaltung mit dem Bürgerkreis Klostergut geplant und Fördermöglichkeiten, eventuell mit Beauftragung eines Architekten, sollen geprüft werden. Über den zeitlichen Ablauf gingen dann innerhalb des Ratsgremiums die Meinungen auseinander. „Wir sollten mit dem Architekten warten, bis wir wissen, was beim Bürgerkreis herauskommt“, meinte Gerlinde Sterr. „Erst müssen wir wissen, was wir wollen und dann erst kommt der Architekt“, erklärte Stefan Erhard. „Der Architekt soll uns beraten, wie wir an Fördergelder kommen und nicht, wo wir was machen wollen“, wandte Guggemos ein. „Wenn wir eine Förderung haben wollen, müssen wir einen Fachplaner frühzeitig einbinden“, sprach sich auch Tom Füller für das Einschalten eines Architekten aus. „Das Honorar ist verhandelbar und ein Vorgespräch kostet erst mal gar nichts“, versuchte Füller Bedenken über hohe Planungskosten zu entkräften.

Letztlich entschied der Gemeinderat, den Fahrplan so wie vorgestellt umzusetzen, aber noch keinen Architekten zu beauftragen, sondern nur die Vorgespräche zu führen.

Von Roland Halmel

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