Woodstock-Atmosphäre an der Ammer

Das erste "Komod-Festival" in Weilheim machte seinem Namen alle Ehre

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Der Rhythmus ging den Festivalgästen auf dem Areal des Naturfreundehauses schnell ins Blut. Vor den beiden Bühnen wurde ausgiebig getanzt.

Weilheim – Von Freitag bis Sonntag verwandelte sich das Areal am Naturfreundehaus in ein Festivalgelände.

Vorab und während des Festivals halfen fast 250 Freiwillige bei den umfangreichen Vorbereitungen mit. 45 Künstler, Musik vieler Stilrichtungen, skurrile Sitzgelegenheiten, Workshops, Mitmach-Yoga, eine Rein-Raus-Kleidertauschzentrale, Barista-Kaffee, Getränkestände, Konzerte an der Ammer und viele andere Aktionen – die Gäste nahmen das gewählte Motto wörtlich und amüsierten sich ganz nach ihrem Gusto. Während tagsüber viele Besucher zum Tanzen und Chillen kamen, wurde ab 19 Uhr richtig gefeiert.

Komod-Festival Weilheim

 © Georg Müller
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Schlangen an der Eingangskontrolle, Pulks auf den Wegen und Sitzgruppen vor den Bühnen spiegelten das große Interesse am Festival wider. Wer im wortwörtlichen Sinne abhängen wollte, der hatte in der Umgebung des Wunschbaums dazu Gelegenheit. Dort konnten die Besucher mitten im Grünen in Hängematten ihre Ruhe suchen. Getanzt wurde vor den beiden Bühnen und zwar völlig entrückt. Im künstlichen Nebel konnte man sogar zeitweise den eigenen Partner nicht mehr erkennen.

Noch mehr Urlaubs- beziehungsweise Festivalfeeling konnten die Gäste abends am Ammerufer erleben. Hier wurde ein Kontrastprogramm mit stiller Musik und Natur pur geboten.

Die Kommentare der Besucher waren im Kern immer ähnlich: „Super, dass hier mal etwas los ist.“ Kritik war nicht zu hören, nur Lob. „Dieses Festival ist wunderbar hergerichtet. Besondere Pläne haben wir nicht, wir wollen uns einfach treiben lassen, Musik hören und nette Leute treffen“, schilderten zwei Freundinnen ihre Pläne für den Nachmittag. Tanja und Daniela aus Prem hatten es sich im Gras vor der Weidenbühne gemütlich gemacht. „Das ist eine wirklich außergewöhnliche Stimmung, wie im Urlaub. Auch bei der Musik ist für jeden Geschmack etwas dabei. Uns gefällt es hervorragend“, beschrieben sie ihre Eindrücke.

Komplimente gab es auch seitens der drei jungen Veranstalter und zwar für ihre Gäste. Es sei sehr harmonisch und friedlich gewesen. Die Gäste hätten sich wunderbar amüsiert. Herumliegender Müll sei sofort oder noch in der Nacht eingesammelt worden. Die vereinzelten Beschwerden über laute Musik in der Nacht bedauerten sie. „Wir haben uns stets an die Auflagen gehalten und sind sogar deutlich unter der Dezibel-Obergrenze geblieben.“ Dass das Fest so groß wurde, sei eigentlich keine Absicht gewesen. Es habe sich in der Kooperation mit der Stadt wie auch den Naturfreunden zum Selbstläufer entwickelt. Ob es eine Wiederholung gibt, steht nicht fest. „Ich denke, es wird Gespräche mit den Ämtern und Behörden geben“, teilte Christian Botsch im Namen seiner Mitstreiter Navina Pernsteiner und Florian Mangold mit.

Von Georg Müller

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