Konzepte gegen Landfraß gefordert – Beim Landfrauentag in der Weilheimer Stadthalle kam auch Politisches auf den Tisch

Gut gelaunte Bäuerinnen: Die Weilheimer Stadthalle war beim Landfrauentag für den Altlandkreis Weilheim voll besetzt. Foto: ola

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OLA; Weilheim – Landfrauentage sind eher unpolitisch. Am vergangenen Freitag war dies anders. So gab es Kritik am Landfraß. Zudem wurden Forderungen laut, Arbeitsplätze für Frauen auf dem Land in den neuen Agrarprogrammen zu verankern. 20 Hektar werden jeden Tag in Bayern versiegelt. „Das ist ein Problem“, betonte Silvia Schlögel beim Landfrauentag für den Altlandkreis Weilheim. Die Kreisbäuerin appellierte an die Politiker, „Konzepte zur Entsiegelung zu entwickeln“. Als Festrednerin gewann der Bauernverband Maria Kuenzer, die dem Landtag in Südtirol angehört und dort früher Landesbäuerin war. Aus ihrer Sicht gilt es einzufordern, dass in der Diskussion um die neuen Agrarrichtlinien Arbeitsplätze für Frauen im ländlichen Raum zum Thema gemacht werden. Ein großes Anliegen ist Kuenzer, dass sich die Landfrauen stärker vernetzen, über Ländergrenzen hinweg. Die 53-Jährige wandte sich auch gegen das Schließen von Dorfschulen. „Damit verliert ein Dorf Identität.“ Kuenzers Appell: „Kämpft darum, dass die Schulen nicht wegrationalisiert werden.“ Über mehrere Spenden freute sich die Dorfhelferinnen-Station Weilheim. 7 000 Euro gaben die Landfrauen. Das Geld kam auf der Oberland-Ausstellung 2011 beim Verkauf von 350 Kuchen und Torten zusammen. 2000 Euro kamen aus dem Erlös des Käsekuchen-Buchs. Der Ortsverband Obersöchering sowie Weilheimer Hauswirtschaftsschülerinnen spendeten je 500 Euro. Musikalische Akzente setzte der Landfrauenchor Pfaffenwinkel, der heuer sein Fünfjähriges feiert. Weitere Mitsängerinnen sind willkommen. „Wir nehmen einen jeden auf – außer Männer“, bemerkte Leiterin Andrea Tafertshofer.

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