Komponisten Stefan Kohler und Zsolt Gárdonyi persönlich anwesend

Konzert zur Wiedereinweihung: Orgel in der Apostelkirche fertig renoviert

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Illustre Gäste zur Orgel-Wiedereinweihung: Die Komponisten Stefan Kohler (links) und Zsolt Gárdonyi (rechts) feierten mit den Weilheimern Walter P. Erdt, Dorothea Heckel, Ursula Scharnitzky, Berhard Küstner, Gundula Kretschmar, Sabine Nagel, Corvin Wellner und Orgelbauer Reinhard Frenger.

Weilheim – Die Orgel der evangelischen Apostelkirche Weilheim schwieg die vergangenen sieben Wochen. Grund war eine grundlegende Renovierung des 1998 fertiggestellten Instruments. Zur Feier gab es eine Abendmusik, gestaltet vom Orgelduo 4&4, bestehend aus Kirchenmusikdirektor Walter P. Erdt und Gundula Kretschmar, sowie einen Empfang im Anschluss. Bei ihm wurde auch das 30-jährige Jubiläum des Vereins der Freunde der Kirchenmusik begangen.

Beim Konzert brachten Erdt und Kretschmar vierhändige Werke zu Gehör, wobei neben den Klassikern Mozart und Rinck zeitgenössische Stücke zur Aufführung kamen. Mit Werken von der „Fantasie f-moll (KV 594)“ von Mozart bis zu „Variationen für Orgel zu vier Händen op 87 b“ von Margaretha Christina de Jong entlockten die beiden Kirchenmusiker der Orgel die ganze Vielfalt ihres Klangs bis hin zum nagelneuen Zimbelstern. Das Besondere dabei: Zwei der Komponisten waren persönlich anwesend. Nicht nur der Weilheimer Stefan Kohler, dessen „Hommage à Catherine de B.“ zur Aufführung kam, sondern auch der Würzburger Zsolt Gárdonyi war zu Gast in der Kreisstadt. Er freute sich, nach 20 Jahren wieder hier zu sein. Auch damals war der Anlass ein Konzert mit seinen Werken und denen seines Vaters. Beim anschließenden Empfang wurden die Gäste von Ursula Scharnitzky begrüßt, die seit 2017 dem Verein der Freunde der Kirchenmusik an der Apostelkirche Weilheim vorsteht. Sie freute sich über die vielen Projekte, die dank der Arbeit ihres Vereins in den vergangenen drei Jahrzehnten verwirklicht werden konnten und wünschte sich für die Zukunft, dass „Arbeit und Leistung des Vereins wahrgenommen werden“.

Dann hatte Pfarrerin Sabine Nagel das Wort, die unter den vielen Gästen neben den beiden Komponisten auch den Organisten Jürgen Geiger von Mariä Himmelfahrt, die Stifter des Zimbelsterns Bernhard Küstner und Dorothea Heckel, sowie den ausführenden Orgelbauer der Renovierung Reinhard Frenger und den Orgelsachverständigen Klaus Geitner begrüßen konnte.

Geitner zitierte in seinem Grußwort seinen Vorgänger Thomas Rothert aus der Festschrift zur Einweihung der Riegner & Friedrich-Orgel 1998. So sei das hervorragende Instrument eine „süddeutsche Dame, verwurzelt im 18. Jahrhundert, jedoch durchaus offen für das 19. und 20 Jahrhundert, mit besonderer Neigung zur französischen Klangwelt“. Er freute sich, dass man die Orgel heute so frisch und strahlend hören könne, nachdem Staub und Schmutz von 20 Jahren aus den Pfeifen entfernt und einige Nachbesserungen gemacht worden seien. Orgelbauer Frenger dankte für die gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Komponist Gárdonyi beglückwünschte das Orgelduo 4&4, welches mit diesen und weiteren Werken eine neue CD eingespielt hat, deren Verkaufserlös der Finanzierung der Orgelrenovierung zugute kommt.

Bianca R. Heigl

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